Die Indie-Rocker von Tusq begeisterten bei ihrem Konzert im ARM nicht nur in klassischer Rockformation

Junge Musiker, aber alte Hasen

Die jungen Kreativen: Uli Breitbach (von links), Timo Sauer, Holger Lüken und Paul Konopacka von Tusq. Foto:  Fischer

Kassel. Der Indie-Rock ist zurück. Manchen mag es zwar so vorkommen, als sei dieser nie verschwunden gewesen, das Neue daran ist aber, dass ihn junge hippe Leute neu kennenlernen (was bis dato eher älteren Semestern vorbehalten war, die mit dieser Musik groß geworden sind), und sogar einen neuen Begriff dafür gefunden haben, der sich Shoegazing nennt.

Dieser Begriff stammt ursprünglich aus der Hochphase des klassischen Indie-Rocks, ist in den heutigen Fachmagazinen aber immer häufiger zu lesen. Getragene Melodien mit melancholischer Gesang und psychedelischen Gitarren sind Grundmerkmale dieses Musikstils, und genau dies ist, was Tusq auf der Bühne präsentieren. Auch beim Auftritt am Mittwoch im ARM.

Das Quartett stammt aus Hamburg und Berlin und ist so eine Art All-Star-Band, weil hier Mitglieder auf der Bühne stehen, die auch in anderen Bands aktiv waren oder sind. Sänger Uli Breitbach (Ex-D-Sailors), Bassist Paul Konopacka (Herrenmagazin), Gitarrist Timo Sauer (Ex-Schrottgrenze) und Drummer Holger Lüken (The Coalfield) bilden das noch junge Quartett, ihre Bühnenpräsenz zeigt aber, dass sie ganz alte Hasen auf den Bühnen der Clubs sind.

Neben der klassischen Rockgrundformation (Gitarre, Bass, Schlagzeug) bestimmt das Keyboard musikalisch, wohin die Reise geht, hin und wieder wird es aber auch durch das Akkordeon ersetzt, beides gespielt von Uli Breitbach. Das gibt dem Konzert eine besondere Note.

Nachdem anfänglich das Publikum eher zurückhaltend den typischen Halbkreis vor der Bühne freilässt, haben sich die jungen Leute zum Ende des Konzertes warm getanzt und wollen die Band nicht von der Bühne lassen. Da die Band aber erst seit einem guten Jahr existiert, muss nach zwei Zugaben auch Schluss sein, weil kein weiteres Songmaterial mehr vorhanden ist. Nach eineinhalb Stunden Konzert gehen dann aber doch alle Besucher zufrieden in die laue Frühsommernacht.

Von Henning Beste

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