Junge Orchester bringen frischen Wind

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Zu Gast beim Kultursommer Nordhessen: Mitglieder des Barockorchesters La Folia, das am 11. August in Kassel auftritt.

Berlin / Kassel. Immer mehr Jugendorchester profilieren sich in der Spitze der Klassikszene. Einen starken Eindruck vom Leistungsvermögen der musizierenden Schüler und Studenten aus aller Welt bietet das Berliner Festival „Young Euro Classics“.

Dort treten von heute an bis zum 11. August im Konzerthaus am Gendarmenmarkt „die besten Jugendorchester der Welt“ auf, wie Festival-Chefin Gabriele Minz selbstbewusst sagt.

Von Australien über Thailand bis Mexiko und Brasilien reicht das Spektrum, dazu kommen Orchester aus Europa, etwa aus Italien, Großbritannien, Polen, Ungarn und aus Deutschland. Zusammen mit dem integrierten Klavierfestival und Konzerten des Felix-Mendelssohn-Hochschulwettbewerbs stehen 34 Konzerte an 17 Tagen auf dem Programm.

Mit Spannung wird erstmals das 2006 gegründete Arab Youth Philharmonic Orchestra erwartet, in dem Musikerinnen und Musiker aus sechs arabischen Ländern (darunter Ägypten und Syrien) mitwirken.

Spielt als Solist des Australian Youth Orchestra in Kassel: Stargeiger Joshua Bell.

In den vergangenen Jahren ist Kassel mit der Konzertreihe „Sommersinfonie“ im Rahmen des Kultursommers Nordhessen zu einer wichtigen Adresse für internationale Jugendorchester geworden. In diesem Jahr umfasst die „Sommersinfonie“ fünf Konzerte zwischen dem 9. und 15. August, wobei auch zwei der Orchester auftreten, die bei „Young Euro Classics“ in Berlin dabei sind: das Australian Youth Orchestra und das European Youth Orchestra.

Die Motivation der jungen Musiker ist hoch. Sie unternehmen attraktive Konzertreisen und sammeln wertvolle Erfahrungen als Orchestermusiker. Zunehmend arbeiten bekannte Dirigenten wie etwa Christoph Eschenbach mit jungen Orchestern, in denen hohes Engagement und instrumentale Fähigkeiten die geringere Erfahrung mehr als ausgleichen. Auch berühmte Solisten musizieren gern mit Jugendorchestern. In Kassel sind das in diesem Jahr etwa die Ausnahmesopranistin Simone Kermes und der amerikanische Stargeiger Joshua Bell.

Die „Sommersinfonie“ im Überblick, Beginn ist jeweils 20 Uhr in der Stadthalle Kassel:

• Freitag, 9.8.: Philharmonie der Nationen, Dirigent: Justus Frantz. Werke von Dvorˇák, Tschaikowsky und Smetana (Die Moldau).

• Samstag, 10.8.: European Youth Orchestra, Dirigent: Krzysztof Urbanski, Solist: Alexander Romanovsky (Klavier): Werke von Ravel (Bolero), Prokofjew: (2. Klavierkonzert) und Mussorgsky (Bilder einer Ausstellung)

• Sonntag, 11.8.: La Folia Barockorchester, Dirigent: Robin Peter Müller, Solistin: Simone Kermes (Sopran). Arien und Stücke von Händel und Vivaldi.

• Dienstag, 13.8.: Gwacheon Symphony Orchestra, Südkorea, Dirigentin: Kyung-Hee Kim, Solist: Robert Leonardy (Klavier). Werke von Beethoven, Tschaikowsky (Klavierkonzert Nr. 1) und Dvorˇák (Sinfonie „Aus der Neuen Welt“).

• Donnerstag, 15.8.: Australian Youth Orchestra, Dirigent: Christoph Eschenbach, Solist: Joshua Bell (Violine): Werke von Sculthorpe, Tschaikowsky (Violinkonzert) und Strawinsky (Le sacre du printemps).

Vorverkauf: HNA-Kartenservice: Tel. 0561 / 203 204.

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