Wie der junge Sinatra: Justin Timberlake ist zurück

Schick sieht er aus: Popsänger Justin Timberlake lässt wieder zu seiner Musik tanzen. Foto: Sony

New York. Comeback mit Fliege: Sieben Jahre hat Popsänger Justin Timberlake (32) kein Album mehr veröffentlicht - da musste es für die Rückkehr schon etwas ganz besonders Schickes sein:

In schwarzem Anzug, weißem Hemd und mit Fliege blickt Timberlake durch eine Art Fernrohr vom Cover seiner Platte „The 20/20 Experience“.

Es ist die nächste Stufe auf der Karriereleiter des Verwandlungskünstlers: Erst vor allem bei Teenies beliebter Star der Boygroup ’NSync, dann von Kritikern gefeierter Solo-Sänger mit einem spaßigen und tanzbaren Debüt-Album, schließlich auch Schauspieler - und jetzt eben gereifter Musiker im Anzug.

Das heute in Deutschland erscheinende „The 20/20 Experience“ ist ein grooviges Retro-Album geworden, bei dem neben dem Rapper Jay-Z auch wieder Timberlakes früherer Partner, der Produzent Timbalake, mit an Bord ist.

Mit seinem Comeback war dem 32-Jährigen bereits Anfang des Jahres ein echter Überraschungs-Coup gelungen. Jahrelang hatte er sich vor allem auf die Schauspielerei konzentriert und dann fast wie aus dem Nichts heraus - begleitet von einer raffinierten Marketing-Kampagne - online eine neue Single präsentiert: „Suit & Tie“.

Nun folgt das Album mit zehn Songs, die durchschnittlich sieben Minuten dauern. „Wir haben es so gemacht, dass man es von hinten bis vorn durchhören kann“, sagt Timberlake. Die Musik erinnert an eine Mischung aus US-Klassikern wie Frank Sinatra und dem alten tanzbaren Timberlake-HipHop-Pop-Stil in gereifter Form - von spaßig-flirtend („Strawberry Bubblegum“) über verführerisch („Don’t Hold the Wall“) bis zu tanzbar („Pusher Love Girl“).

In den USA stieß das Album auf gemischte Kritiken. „Die Songs sind ein bisschen langsam und haben zu wenig Energie, die ihm zum großen Solo-Erfolg verholfen hat, als er 23 war“, schrieb „Entertainment Weekly“. „Vielleicht will er der junge Frank Sinatra sein, aber jetzt muss er sich erstmal damit zufrieden geben, ein ein wenig älterer JT zu sein.“

Aber Timberlake, so meinte ein anderer Kritiker, beweise wieder ein Händchen für ein sehr gutes Team. Produzent Timbaland habe dem Album seinen unverkennbaren Klang gegeben - und auch Timberlakes private Partnerin Jessica Biel habe wohl Einfluss genommen. „Ich schaue auf meine andere Hälfte, du warst die ganze Zeit hier“, singt Timberlake passenderweise in „Mirrors“. (dpa)

Justin Timberlake: The 20/20 Experience (Sony).

Wertung: vier von fünf Sternen

Von Christina Horsten

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