Kandidaten für die Ringborg-Nachfolge: Gazarian stellt sich vor

+
Ruben Gazarian

Kassel. Am Samstag stellt sich der erste mögliche Nachfolger für Generalmusikdirektor Patrik Ringborg vor - sein Posten wird 2017 frei.

Im Sommer 2017 wird am Staatstheater Kassel ein neuer Generalmusikdirektor sein Amt antreten. Patrik Ringborg wird dann nach zehn Jahren das Haus verlassen. Fünf mögliche Nachfolger hat jetzt die Findungskommission aus einer Zahl von über 100 Bewerbern ausgewählt. Die Kandidaten, allesamt erfahrene Dirigenten in Leitungsfunktionen, werden sich jeweils mit einer Opern-Neuproduktion oder einer Wiederaufnahme in Kassel vorstellten, wie Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann gegenüber der HNA erklärte.

Dies schließt sowohl Proben als auch Aufführungen ein. Damit können sich die Findungskommission, das Staatsorchester, Solisten und der Opernchor, aber auch das Kasseler Publikum ein genaues Bild von den Kandidaten machen. Entschieden wird von der Findungskommission, wobei dem Votum des Orchesters ein großes Gewicht zukommt. Die Entscheidung über den neuen GMD erfolgt im März 2016 nach der letzten Kandidatenvorstellung.

DIE KANDIDATEN

Ruben Gazarian (43). Der Leiter des Württembergischen Kammerorchesters stammt aus Armenien. Er leitet die Proben und die Premiere der Tschaikowsky-Oper „Eugen Onegin“. Premiere am Samstag.

Peter Hálász (38). Der gebürtige Ungar ist seit 2013 Generalmusikdirektor der ungarischen Staatsoper Budapest. Er wird die Wiederaufnahme der Puccini-Oper „La Bohème“ leiten (9. Oktober).

Antony Hermus (41): Der Generalmusikdirektor des Anhaltischen Theaters Dessau dirigierte am 8. Juni als Gast das Sinfoniekonzert in der Stadthalle. Im Herbst leitet er die Wiederaufnahme von „Eugen Onegin“ (6. November).

Evan Christ (44): Der US-Amerikaner ist seit 2008 Generalmusikdirektor am Staatstheater Cottbus. In Kassel wird er die Wiederaufnahme der Humperdinck-Oper „Hänsel und Gretel“ leiten (18. Dezember).

Roland Kluttig (47): Der gebürtige Radeberger ist seit 2010 Generalmusikdirektor am Landestheater Coburg. In Kassel wird er die Wiederaufnahme der Verdi-Oper „Rigoletto“ übernehmen (18. März 2016).

DIE FINDUNGSKOMMISSION

Albert Zetsche (Hess. Kunstministerium), Thomas Bockelmann (Intendant), Dr. Ursula Benzing (Operndirektorin), Prof. Barbara Scheuch-Vötterle (Bärenreiter-Verlag) sowie die Dirigenten Prof. Hubert Buchberger (Würzburg) und Prof. Nicolás Pasquet (Weimar).

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.