Das irische Tanzspektakel Magic of the Dance gastierte in der Kasseler Stadthalle

Stepptänzer wirbeln über die Bühne

+
Mythisch verklärt: Tänzer der irischen Stepp-Show Magic of the Dance beim Auftritt in der Kasseler Stadthalle.

Kassel. Die Tanz-Show Magic of the Dance gastierte am Freitag in der Kasseler Stadthalle. Knapp 600 Besucher waren gekommen. Sie erlebten eine Produktion, die mit großartigen Tänzern und zahlreichen technischen Effekthaschern arbeitet.

Es ist Nacht. Rotes Licht flutet die Bühne. Rauch steigt auf. Keltische Kreuze stehen in Flammen. Auf einem Opferaltar liegt eine schöne, junge Frau, die hilflos einer Gruppe von Dämonen ausgeliefert ist. Sobald die zu tanzen beginnen, macht es Klack, klack, klack. Immer schneller, immer lauter, wie ein nicht enden wollender Trommelwirbel - Irish-Dance, Stepptanz. Die Absätze knallen auf den Bühnenboden und werden akustisch noch verstärkt. Dieses eindringliche rhythmische Geräusch nimmt man später mit auf den Heimweg. Die Musik dazu: fröhlich-wilde irische Folkmusik.

Noch vor wenigen Jahrzehnten kannte außerhalb Irlands kaum jemand den Irish-Dance. Durch Michael Flatleys Show Lord of the Dance wurde der irische Stepptanz zum weltweit gefeierten Entertainment-Produkt.

Magic of the Dance darf man als Flatleys Nachfolger handeln. Die Show ist mit einer kleinen Geschichte verknüpft. Von Hollywood-Bösewicht Christopher Lee wird sie erzählt. Sonor kommt seine markante Stimme aus den Boxen. Auf der Bühne schreibt man das 19. Jahrhundert. Ein junges Liebespärchen möchte vor der in Irland herrschenden Hungersnot in die neue Welt fliehen.

Mächte der Dunkelheit versuchen das zu verhindern. Eine kurze Geschichte, es steckt aber alles drin, was man in einer Show dramatisch aufpumpen kann. Als humorvoller Kontrast werden einige Besucher auf die Bühne geholt. Unter Anleitung versuchen sie sich zum Vergnügen des Publikums selbst als Stepptänzer.

Das Bühnen-Finale folgt. Das Gute siegt, die Brautjungfern tanzen sich schon mal für die Hochzeit warm. Lautstarker Applaus für eine Show, deren Tänzer sich den Beifall verdient haben. Ansonsten galt die mittlerweile übliche Show-Ungleichung: Spektakel dominiert Charisma, Technik die Gefühle.

Von Steve Kuberczyk-Stein

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.