Konzert im Theaterstübchen

Blueswoche in Kassel: Andreas Diehlmann Band kommt mit neuem Album

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Musik in der Tradition von Jimi Hendrix bis ZZ Top: Andreas Diehlmann Band mit (von links) Tom Bonn (Drums), Volker Zeller(Bass) und Andreas Diehlmann (Gitarre, Gesang).   

International erfolgreicher Bluesrock aus Kassel? Seit dem ersten Album „ADB“, das es 2017 in die Top 10 der Blues-Charts bei Amazon schaffte, hat die Andreas Diehlmann Band in der Szene einen Namen.

Der Blues des Trios ist kein akademischer, verkopfter, wie Sänger und Gitarrist Andreas Diehlmann betont, sondern einer fürs Herz. Gemeinsam mit Bassist Volker Zeller und Schlagzeuger Tom Bonn macht der Musiker kraftvollen und eingängigen Bluesrock, sein eigenes Ding. 

Bis dahin war es ein weiter Weg mit vielen Lernprozessen. Diehlmanns erster Kontakt mit der Gitarre war mit elf, sein erster Lehrer brachte ihm Jazz bei. Durch das Spielen von Blues verstand er den besser. Tiefes Interesse am Instrument mündete in ein Studium der Klassischen Gitarre. Parallel dazu kam er früh zum Bluesrock durch eine ZZ Top-CD und zum Hardrock durch AC/DC. In verschiedenen Hobbybands spielte er Songs der beiden Bands nach, kam so auch zum Singen.

Viel lernte er auch als Gitarrist der amerikanischen Blues-Sängerin Sydney Ellis, mit der er mehrere Jahre durch Europa tourte. Doch neben dem Nachspielen und Begleiten ist Diehlmann, der auch als Gitarrenlehrer, Arrangeur und Studiomusiker für Genres von Schlager bis Filmmusik arbeitet, auch schon vor seiner Band als Komponist tätig gewesen. Gemeinsam mit seiner Frau Annabell schreibt er Kindermusicals.

Diese musikalische Offenheit hat dem gebürtigen Dinkelsbühler nicht nur viel Erfahrung und einen weiten musikalischen Horizont beschert, sondern auch die Fähigkeit, einfach und eingängig zu komponieren, denn Diehlmann weiß: Einfach funktioniert. Auch beim seinem Blues, der das Herz erreichen soll. Gelungen sei ihm das schon, sagt er und berichtet, wie ihm nach einem Konzert ein Besucher erzählt hat, dass er beim Solo der Ballade „I Don’t Wanna Lose You“ vom neuen Album weinen musste. Solche Reaktionen freuen Andreas Diehlmann besonders, weil es viel schwerer sei, zu rühren als zu beeindrucken.

Auch das Erreichen jüngerer Hörer klappe mit unkonventionellem Bluesrock viel eher als mit dem verkopften, akademischen einer kleinen elitären Szene. Mit der identifiziert die Band sich nicht, hört nicht auf die Meinung der Traditionalisten; passenderweise heißt ihr zweites Album, das nun auf dem Markt ist, auch „Your Blues Ain’t Mine“ – was so viel bedeutet wie, dein Blues ist nicht meiner.

Die Musik der Andreas Diehlmann Band wird in England im Radio gespielt, was ihn sehr freut, wie überhaupt die positive Resonanz. Davon bestärkt arbeitet Diehlmann bereits am neuen Album.

Premierenkonzert zum Album „Your Blues Ain‘t Mine“: Donnerstag, 20 Uhr, Theaterstübchen.

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