Verleihung am 26. Februar – Bekanntgabe des Förderpreisträgers folgt noch

Kasseler Literaturpreis an Thomas Kapielski

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Kasseler Literaturpreis an Thomas Kapielski

Kassel. Der Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor 2011 geht an den Schriftsteller und bildenden Künstler Thomas Kapielski (59). Die mit 10000 Euro dotierte Auszeichnung wird am 26. Februar 2011 im Kasseler Rathaus überreicht.

Wer den Förderpreis Komische Literatur erhält, wird demnächst bekannt gegeben. Der Kasseler Literaturpreis wird seit 1985 von der Stiftung Brückner-Kühner und der Stadt Kassel jährlich vergeben. Er zeichnet Autoren aus, deren Werk auf hohem künstlerischem Niveau von Komik und Groteske geprägt ist. Zu bisherigen Preisträgern zählten Loriot, Irmtraud Morgner, Robert Gernhardt, Ror Wolf oder Gerhard Polt und zuletzt Herbert Achternbusch.

In der Jury-Begründung heißt es, geehrt werde ein Sprachflaneur und Großmeister der Performance: „Aus seinem poetisch dichten und vielstimmigen ‚Gesamtluftwerk‘ weht eine frische und anarchische Komik, lustvoll und unverwechselbar, geschult an einer großen deutschsprachigen Tradition von Lichtenberg bis Rühmkorf.“ Seine Prosa mische funkelnde Aphorismen mit bösen Kalauern erhabenen Unsinn mit rhetorisch ausgekochter Systemkritik. Kapielski verteidige Intellekt, Fantasie und Leidenschaftlichkeit vergnüglich gegen Verflachung und Überdruss.

 Der Berliner Thomas Kapielski, der heute seinen 59. Geburtstag feiert, studierte unter anderem Geografie. Er schreibt, zeichnet, malt, fotografiert, filmt und musiziert (so beim Original Oberkreuzberger Nasenflötenorchester).

An der Kunsthochschule Braunschweig lehrte er sechs Jahre lang bis 2004 als Gastprofessor für Performance. Zu seinen Prosa-Veröffentlichungen zählen ein Roman („Aqua Botulus“, 1992) Gottesbeweise in zwei Bänden (1998/99) sowie Kunstkritik („Anblasen“, 2006) und Traktate („Ortskunde“, „Zeitbehälter. Kleine Festkunde“, 2009).

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