Kasseler Musiker ehrten den legendären Glenn Miller

Einige der beteiligten Musiker: Jens Grossmann (Horn, von links), Werner Kiefer (Saxofon), Heiko Eulen (Bass), Detlef Landeck (Posaune), Urban Beyer (Piano). Fotos: Zgoll

Kassel. Der US-amerikanische Jazz-Posaunist und Bigbandleader Glenn Miller war einer der größten und kommerziell erfolgreichsten Swing-Musiker seiner Zeit. So warm, leuchtend und schwungvoll seine Musik war, so perfekt und detailversessen agierte er als Geschäftsmann.

Sogar wie weit das Einstecktuch herausragen durfte, gab er seinen Musikern vor. 110 Jahre alt wäre Miller dieses Jahr geworden, hätte ein Flugzeugabsturz im Jahr 1944 sein Leben nicht vorzeitig beendet.

Details, die Multiinstrumentalist Urban Beyer zu Beginn der Hommage an diesen Ausnahmemusiker erzählte. Viele weitere und ein großartiges Konzert sollten am Dienstag im proppenvollen Theaterstübchen folgen. Unter dem Titel „Jazz In A Miller Mood“ fanden sich zahlreiche Kasseler Musiker ein, um den legendären Musiker zu ehren.

Ein toller Abend. Nicht nur weil Beyer charmant wie informativ moderierte, nicht nur weil es Miller-Ohrwürmer in Fülle gab, sondern weil die Klassiker, die er schrieb oder groß machte, von den Kasselern in überaus gelungenen, eigenen Arrangements präsentiert wurden. Das galt für Ohrenschmeichler und Fußwipper wie „Little Brown Jug“, Millers ersten Chartshit 1939, für „Pennsylvania 6-5000“, das Heiko Eulen als Bass-Solo präsentierte, ebenso wie für „Sunrise Serenade“, bei dem Peter Zinngrebe ein herrlich cool-gefühlvolles Saxofon spielte, oder für Film-Balladen wie „I Know Why“ oder „At Last“, die von Susanne Vogt mit viel Charisma ins Mikro geschmeichelt wurden. Die Serie der Höhepunkte ließe sich beliebig fortsetzen. Mit Detlef Landecks Posaunenspiel, dem vielseitigen Jens Grossmann auf dem Flügelhorn, Klaus Wenderoth im Wechsel mit Beyer am Klavier, Michael Rosental als zusätzlichem Bassisten, Jörg Müller-Fest am Schlagzeug sowie Werner Kiefer mit tollem Tenorsaxofon und Michael Koch auf der Klarinette.

Zum Abschluss Millers Erkennungsmelodie „Moonlight Serenade“, Riesenapplaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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