Kasseler Musiker spielten Bach in der Innenstadt

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Evgenija Vynogradska (Viola) und Kumiko Maruyama (Fagott) spielten vor dem Rathaus.

Kassel. „Bach in the Subways“ ist eine weltweite Bewegung geworden, der sich nun auch Musiker aus Kassel anschlossen. Anlässlich des 330. Geburtstags des Komponisten spielten sie in der Innenstadt.

 „Der Himmel lacht! Die Erde jubilieret“: Wäre das Wetter besser gewesen, wenn man am Samstagmorgen diese Kantate von Johann Sebastian Bach angestimmt hätte? Immerhin denkt die Musikwelt am 21. März an den Geburtstag Bachs. Vor 330 Jahren wurde das Genie (fast) aller Klassen in Eisenach geboren.

Seit 2011 der Cellist Dale Henderson in einer New Yorker U-Bahn-Station zu Ehren Bachs spielte, ist aus „Bach in the Subways“ eine weltweite Bewegung geworden, der sich nun erstmals auch Musiker aus Kassel anschlossen. Organisiert von den „Plasma“-Konzerten des Konzertvereins Kassel, spielten vier Duos an vier Orten der Kasseler Innenstadt die 15 zweistimmigen Inventionen Bachs.

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Den Start machten auf dem Opernplatz Ullrich Pühn und Peter Eberl mit ihren Querflöten, es folgten unter dem Vordach eines Drogeriemarktes gegen dem Rathaus Kumiko Maruyama (Fagott) und Evgenija Vynogradksa (Viola), dann Alexander Grotov (Violine) und Anna Hannes (Saxophon) in der ersten Etage des Parkhauses hinter dem Rathaus mit Blick auf den Karlsplatz, am Ende schließlich Katja Geismann (Violine) und Katarina Malzew (Cello) beim Café an der Ecke Karlstraße/Friedrichsplatz.

Der ehrwürdige Thomaskantor hatte für das Enblem der Aktion eine Karnevalsmütze verpasst bekommen. Es würde ihn nicht gestört haben, hätte er hören können, wie gut und behutsam die Musiker, in der Mehrzahl Mitglieder des Staatsorchesters, mit seinen Werken umgingen. Der Zuspruch war durch das Nieselwetter und die noch halbleere Innenstadt nicht besonders groß, doch wer gekommen und mitgelaufen war, mochte mit BWV 210a sagen: „O! angenehme Melodei! / Kein Anmut, kein Vergnügen / Kommt deiner süßen Zauberei / und deinen Zärtlichkeiten bei.“

Von Johannes Mundry

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