Die Kasseler Sängerin Romana Reiff stellte ihre neue CD „New Shoes“ vor

Talentiert und vielseitig: Sängerin Romana Reiff im Schlachthof. Foto:  Malmus

Kassel. Romana Reiff am Samstag, Romana Reiff am Sonntag. Beides Mal mit neuer CD, mit Band und im Kulturzentrum Schlachthof. Wer so einen Doppelauftritt plant, der muss sich seiner Gunst beim Publikum sicher sein. Die Kasseler Sängerin und Songschreiberin kann das.

Kurzclip: Romana Reiff im Schlachthof Kassel

Der proppenvolle Saal am Samstag und das begeisterte Publikum sind dafür schon mal Belege. Romana Reiff ist auf dem besten Weg, in unserer Region zu einem Markenzeichen zu werden: eine schöne Frau mit beträchtlichem Gesangspotenzial, die zwischen knackiger Funk-Wucht, dunklem Soul-Aroma und Romantischem zu variieren vermag. Intensiver als auf ihrem letzten Album „All The Letters“ zeigt sie diese Facetten auf ihrer neuen CD „New Shoes“, die sie jetzt vorstellte. Es ist ein sehr vielseitiges Album. Funk, Soul, Pop und Rock marschieren da Hand in Hand. Die Stimmungsfarben sind breit gefächert, der Mut zum Seelenstriptease per Ballade wird authentisch ausgelebt, und der musikalische Motor gewinnt durch die rockig-verzerrten Gitarrensoli von Martin Raddatz an zusätzlichen Umdrehungen.

Passend dazu: der wuchtig antreibende Bass von Pogo TS, die starken Background-Sängerinnen Heike Lehrmann und Dorothea Proschko sowie das energetische Spiel von Schlagzeuger Martin Gunkel. Im Kontrast dazu die romantischen Töne. Zum Beispiel bei der Ballade „Love me“ oder dem leicht wie ein Ballon schwebenden „Stories“, das vom ausgezeichneten Mann an den Tasten, Christoph Gunkel, eingeleitet wird.

Funkig wird es dann beim Refrain von „Breathless“ und märchenhaft beim Mottosong zum Brüder-Grimm-Jubiläum 2012 „Make Me Wake Up“, der sich wie eine Hymne in die Ohren schmeichelt.

Doch nicht nur die musikalische Seite gefiel, sondern auch die Präsentation: Wer steht auf der Bühne in der zentralen Mitte? Nein, nicht die Frontfrau. Ganz bescheiden am äußersten Rand hatte sich Romana Reiff positioniert.

Das zeugt von Wertschätzung für ihre Band. Auch das verdient Applaus. Das begeisterte Publikum geizte nicht damit.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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