Kasseler Sinfonieorchester und Noah Vinzens gefeiert

Viele Möglichkeiten der Interpretation: Pianist Noah Flurin Vinzens begeisterte beim Auftritt mit dem Kasseler Sinfonieorchester. Foto:  Malmus

Kassel. Eine Zugabe am Ende des ersten Programmteils war der Dank des Pianisten Noah Flurin Vinzens für den tosenden Applaus des Publikums. Das zeigte sich vom Zusammenspiel des hochtalentierten Musikers mit dem Kasseler Sinfonieorchester beim zuvor gehörten Klavierkonzert Nr. 1 in Es-Dur von Franz Liszt begeistert.

Der 23-Jährige beeindruckte nicht nur durch Musikalität und Virtuosität. Seine Fähigkeit, mit großer Energie einen Spannungsbogen aufzubauen, ohne sonderlich angestrengt zu wirken und den Kontakt zum Orchester zu verlieren, faszinierte genauso. In der außer Programm und ausdrucksstark gespielten Chopin-Nocturne Nr. 20 cis-moll zeigte der gebürtige Münchner Pianist sein beachtliches Spektrum an Interpretationsmöglichkeiten romantischer Musik.

Überhaupt glich das Programm des Kasseler Sinfonieorchesters im gut besuchten Anthroposophischen Zentrum einer Reise durch die Romantik. Den Auftakt machte die Ouvertüre zu Carl Maria von Webers „Der Freischütz“. Orchester und Solisten - herausragend die Hörner - präsentierten das frühromantische Stück mit großer dynamischer Bandbreite. Den Dirigierstab hatte Orchesterchef Jürgen Oßwald dem argentinischen Gastdirigenten Esteban Cordi überlassen, der das Orchester klar und punktgenau führte.

Nach der Pause ging die Reise weiter bis zur Spätromantik. Die Ouvertüre „Die Hebriden“ op. 26 von Felix Mendelssohn Bartholdy gibt Reiseeindrücke des Komponisten wieder. Nach dem stimmungsvoll interpretierten Stück forderte Richard Wagners Siegfried-Idyll noch einmal die Aufmerksamkeit von Musikern und Publikum - am Ende des Programms fast eine Herausforderung. Das Publikum applaudierte zu einem gelungenen Konzertabend.

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