Kasseler Sprachpreis für Kabarettist Dieter Nuhr

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Macht intelligentes Kabarett: Dieter Nuhr (53).

Kassel. Auf seiner Facebook-Seite macht sich Dieter Nuhr auch immer wieder über die deutsche Sprache lustig. Am 29. März etwa zitierte der Kabarettist die Schlagzeile der „Bild“-Zeitung: „Der Deutsche will die Zeit nicht mehr umstellen“. Und fragte gleich: „Wer ist dieser Deutsche, und hat er keine anderen Sorgen?“

Für diese und andere kluge Pointen erhält der 53-Jährige am 18. Oktober in der Kasseler Stadthalle den mit 30 000 Euro dotierten Jacob-Grimm-Preis Deutsche Sprache. Damit zeichnen die Baden-Badener Eberhard-Schöck-Stiftung und der Verein Deutsche Sprache seit 2001 Personen aus, die sich besonders um das Deutsche als Kultursprache verdient gemacht haben. Nuhr, so heißt es in der gestern veröffentlichten Begründung des Kulturpreises Deutsche Sprache, mache nicht nur intelligentes Kabarett, sondern bringe seinem Publikum auch Sprachkritik nahe.

Nuhr, der eigentlich mal Lehrer werden wollte und in Ratingen bei Düsseldorf lebt, gilt als „George Clooney des Kabaretts“ und ist mit TV-Formaten wie dem „Satire Gipfel“ (ARD) einer der erfolgreichsten Wortkünstler, dem die Unterscheidung zwischen Kabarett und Comedy egal ist.

Außerdem werden in Kassel der Bundesverband von „Mentor – Die Leselernhelfer“ (Initiativpreis Deutsche Sprache, 5000 Euro) sowie das Lektorenprogramm der Robert-Bosch-Stiftung (Institutionenpreis Deutsche Sprache) ausgezeichnet. (mal)

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