Auslastung bei knapp 75 Prozent

Kasseler Staatstheater beendet erfolgreiche Saison

Ein Höhepunkt der abgelaufenen Kasseler Theatersaison: Die Puccini-Oper „Turandot“, hier mit Kelly Cae Hogan in der Titelrolle inmitten des Opernchors. Foto: Klinger/nh

Kassel. Die abgelaufene Theatersaison war die dritterfolgreichste Spielzeit von Staatstheater-Intendant Thomas Bockelmann seit 2004, was die Besucherzahlen angeht.

Mehr als 225.000 zahlende Besucher zählte das Kasseler Haus bei 683 Veranstaltungen, knapp 3000 mehr als in der Vorsaison mit 702 Veranstaltungen. Die Gesamtauslastung der verfügbaren Plätze betrug knapp 75 Prozent. Diese positive Bilanz zogen Bockelmann und das Leitungsteam des Staatstheaters im Gespräch mit der HNA.

DIE SPARTEN IN ZAHLEN 

Auch die einzelnen Sparten verbuchten mit einer Ausnahme ein Plus. Im Musiktheater stieg die Platzausnutzung bei der Oper gegenüber dem Vorjahr von 60,6 auf 63,9 Prozent, beim Musical von 61,6 auf 68,6 Prozent. Noch deutlicher fiel das Plus beim Schauspiel aus. Lag die Platzauslastung in der Vorsaison noch bei 66,7 Prozent, so stieg sie aktuell auf 75,4 Prozent.

Das Tanztheater verbesserte sich von 60 auf glatte 70 Prozent. Lediglich das Kinder- und Jugendtheater verzeichnete einen Rückgang von 92,8 auf 83,2 Prozent. Bei den Konzerten stieg die bereits hohe Auslastung von 80,4 Prozent noch weiter an auf 89,5 Prozent. Und auch die Besucherzahl der sonstigen Veranstaltungen und Gastspiele stieg von 81 auf 91 Prozent.

TOPS UND FLOPS

Das Erfolgsstück im Musiktheater war die „Turandot“-Inszenierung von Schauspiel-Oberspielleiter Markus Dietz, dirigiert von Patrik Ringborg, mit knapp 80 Prozent Besucherauslastung, dicht gefolgt vom „Rosenkavalier“ mit 78,9 Prozent. Auch „Der Barbier von Sevilla“ lag mit 68,5 Prozent über dem Durchschnitt. Schlecht schnitt dagegen die Berio-Oper „Un re in ascolto“ mit lediglich 34 Prozent Auslastung ab.

Im Schauspiel waren Rebekka Kricheldorfs „Die Kunst der Selbstabschaffung“ mit 97,4 Prozent, Gorkis „Nachtasyl“ mit 97,1 Prozent und die Feydeau-Komödie „Floh im Ohr“ mit 87,2 Prozent die Renner.

Weniger gut angenommen wurden „Smokefall“ von Noah Haidle mit 54,2 Prozent und Kleists „Penthesilea“ mit 59,2 Prozent. Der Kasseler „Hamlet“, sonst meist ein Garant für volle Häuser, landete bei 74,4 Prozent.

Im Kinder- und Jugendtheater war „Tschick“ nach Wolfgang Herrndorf mit fast 100 Prozent einsame Spitze.

Das Tanzstück im Schauspielhaus „DOG/ Science! Fiction! Now!“ war zu 69,1 Prozent gefüllt, das Tanztheater „Aurora“ nach Motiven von Tschaikowskys „Dornröschen“ im Opernhaus nur zu 52 Prozent. Sehr erfolgreich waren dagegen die Gastspiele „Giselle“ (99 Prozent) und „Der Nussknacker“ (97 Prozent).

Als großen Erfolg stellte Bockelmann auch das Open-Air-Konzert des Staatsorchesters zum documenta-Jubiläum heraus, das mehr als 10.000 Besucher hatte.

Eine Analyse zu dem Thema lesen Sie ab Montagmorgen auf www.hna.de/meinung

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