Das Kasseler Trio Joern and The Michaels rockt den Schlachthof

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Joern and The Michaels: (von links) Michael Linke, Jörn Peeck und Michael Haupt.

Kassel. Das gibt es nicht alle Tage bei einem Jazzkonzert: Volles Haus, ein junges Publikum. So geschehen am Samstag im Kulturzentrum Schlachthof, wo die Kasseler Band Joern and The Michaels einen energetischen Auftritt hinlegte.

2009 an der Kasseler Uni gegründet, hat das Trio schon schöne Erfolge erreicht. Im Vorjahr bekam es den Kasseler Kunstpreis der Dr.-Wolfgang- Zippel-Stiftung verliehen. Und demnächst soll eine CD erscheinen, die genauso heißen wird wie der Stil der flotten Drei: Kick Jazz.

So nennen Michael Linke (Klavier), Michael Haupt (E-Bass) und Jörn Peeck (Schlagzeug) ihre Musik, die Blues, Progressive Rock, Indie und Jazz zusammenbringt. Sprunghaft geht es innerhalb der Stücke zu, denn der musikalische Fluss ist der Band weniger wichtig als das Spiel mit Kontrasten.

Wenn melodische Linien erklingen, dann kommen sie vor allem von Michael Haupt, der aus dem E-Bass einen warmen, sanglichen Klang holt. Michael Linke, über den es auf der Band-Homepage heißt, dass er den Blues schon mit der Muttermilch aufgesogen hat, hämmert hingegen wie ein Piano-Rocker, rollt die Blues-Licks auf und ab und liebt das Glissando, bei dem man über die Tasten gleitet.

Diese Art, das Klavier zu bearbeiten, ist gewiss wirkungsvoll - im solistischen Linienspiel (das nicht schnell zu sein braucht!) und in der Harmonik bleiben aber Möglichkeiten offen.

Zur Kick-Jazz-Philosophie der Gruppe passte auch das Schluss-Stück: Keine jazzige Nuss gab’s für das angetane Publikum zu knacken. Stattdessen rockte man beim Tschaikowsky-Spaß „Nut Rocker“.

Von Georg Pepl

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