Udo-Double aus Kassel für Preis nominiert

Kasseler Udo-Double von Udo Lindenberg für gut befunden

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Fälschung und Original: Christian Pietsch und Udo Lindenberg. 

Udomat und die Panikgenossen sind für den Deutschen Rock- und Poppreis nominiert. 

Von wegen schwarzer Hut, Hemd, Hose, gestreiftes Sakko und fertig. Wenn Christian Pietsch in die Rolle von Udo Lindenberg schlüpft, dann will er, dass jedes Detail sitzt – auch musikalisch. Samstag steht er zum ersten Mal mit zehnköpfiger Band, Sängerinnen und Tänzerinnen auf einer großen Bühne. Nicht irgendeine: Udomat und die Panikgenossen aus Kassel und Umgebung sind im Finale des Deutschen Rock- und Pop-Preises in Siegen dabei. 

In der Hauptkategorie „Deutscher Rock Preis“ und in einer Sonderkategorie sind sie nominiert. Das allein sei schon eine kleine Sensation, denn Udomat und die Panikgenossen performen das allererste Mal live.

„Wir haben uns mit einem Musikdemo von unserer Probe beworben“, sagt Christian Pietsch. Als dann die Nachricht kam, dass die Tribute-Band aus weit 100 Bewerbern um den Rock- und Pop-Preis für den Live-Auftritt ausgewählt wurden, war die Freude bei der Band riesig – die Überraschung aber mindestens ebenso. 

Dieses Video ist ein Inhalt der Videoplattform Glomex und wurde nicht von der HNA erstellt.

Auch wenn sie schon etwas Lampenfieber haben, die Musiker des Udo-Projekts haben langjährige Erfahrung in anderen Bands wie etwa Betty Ford und No Limit und freuen sich, mit dem Song „Rock’n’Roller“ anzutreten. Die Bandmitglieder stammen aus Kassel, Baunatal, Eschwege, Northeim und dem weiteren Umland und sie betonen, dass durch das Projekt ihre Hauptbands nicht leiden.

Perfektionist Pietsch, selbst Berufsmusiker, war es wichtig, die Zustimmung von Udo Lindenberg für seine Auftritte als Double zu bekommen. „Ich habe ihn über das Internet um ein Treffen gebeten“, sagt er.

Einladung von Udo Lindenberg persönlich

Eine weitere kleine Sensation: Udo Lindenberg lud ihn zu sich ins Hotel Atlantic in Hamburg ein. Dort wohnt Lindenberg. „Er wollte etwas von mir hören, dann haben wir geraucht und Eierlikör getrunken. Er sagte zu mir, ich sei jetzt auch ein Vertreter von ihm auf Erden.“ Besser hätte es fast nicht laufen können – meint Pietsch. 

Grüße von Udo Lindenberg für die Kasseler Band. 

Es kam besser: Mittlerweile haben Original und Fälschung sich bereits ein weiteres Mal getroffen und Lindenberg hat für den Udomat und die Panikgenossen eine Grußbotschaft geschrieben – und seinem Double eine seiner Brillen geschenkt. „Wir sind geprüft und genehmigt“, sagt Pietsch. Das alles sei auch eine Verpflichtung. Denn erst jetzt, bei den weiteren Proben, werde den Musikern immer bewusster, wie detailverliebt die Lindenberg-Stücke sind. Sechs Songs haben sie drauf.

Für den 31-jährigen Udo-Imitator ist es mehr als eine musikalische Herausforderung: „Wenn ich in der Rolle bin, bin ich Udo.“ Das Besondere sei, dass Lindenberg bis auf seine Turnschuhe keine Kleidung von der Stange trage. „Ich habe einiges von einer Schneiderin nähen lassen und eine Echthaarperücke von Yvonne Kirsch vom Kasseler Staatstheater bekommen.“ Es gebe viele Menschen, die das Udo-Projekt hinter den Kulissen unterstützen.

Die meiste Zeit und Kraft investierte Pietsch in etwas ganz Spezielles: das Lippen-Training. „Ich klappe beim Auftritt meine Unterlippe um, das schmerzt auf Dauer etwas.“ Das gehöre aber dazu – zur perfekten Udo-Tribute-Show.

www.udomat-double.de

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