Kasseler Weltkriegsdrama mit Uwe Ochsenknecht

Spielt die Hauptrolle in „No Hate – Geschichten von Vergessenen“: Schauspieler Uwe Ochsenknecht. Fotos: nh

Kassel. Bald steht Uwe Ochsenknecht bei den Wormser Nibelungen-Fetsspielen auf der Bühne, danach dreht er einen Kriegsfilm in Kassel. Regisseur Jakob Gisik hat den Schauspielstar verpflichtet.

Der Zweite Weltkrieg ist das große Thema von Regisseur Jakob Gisik aus Reinhardshagen. Nach zwei Kurzfilmdramen plant der 36-Jährige nun einen 140 Minuten langen Streifen mit Schauspielstar Uwe Ochsenknecht in der Hauptrolle.

„No Hate - Geschichte von Vergessenen“ wird von der Firma Jakale Film aus Kassel und Hann. Münden produziert und basiert auf wahren Geschichten. Im Mittelpunkt steht ein Notizbuch, das aus der Zeit von 1943 bis 1947 erzählt. Ochsenknecht findet vor allem die Frage spannend, „wie man die Erlebnisse aus dem Krieg verkraftet“. Die Mutter des 60-Jährigen hatte als Krankenschwester an der Ostfront einst selbst ein Kriegstagebuch geführt.

Jakob Gisik

Mit der Verpflichtung des mehrfach ausgezeichneten Darstellers („Männer“, „Fußball ist unser Leben“) ist Gisik sein bislang größter Coup gelungen. In seinem Kurzfilm „Destruction of Silence“, der 2013 im Kino lief, hatte bereits Horst Janson („Der Bastian“) mitgespielt. Wie seinerzeit sollen auch die Dreharbeiten für „No Hate“ zu einem großen Teil in Kassel stattfinden. Der Start ist für den Sommer geplant.

Für den in Kasachstan geborenen Gisik „ist immer noch nicht alles erzählt, was damals im Krieg geschah“. Zeitzeugen sollen von ihren Gefühlen sowie von Hunger, Leid und Angst erzählen: „Unsere Kinder sollen erfahren, dass man mit Kriegen keinen Hunger stillen kann.“

Neben Ochsenknecht, der vor dem Drehstart im Juli noch bei den renommierten Wormser Nibelungen-Festspielen zu sehen sein wird, werden zwei vielversprechende Jungschauspieler für Gisik vor der Kamera stehen: Dennis Mojen (22) erhielt für seine Rolle im Franken-„Tatort“ voriges Jahr den „New Faces Award“ als bester Nachwuchsschauspieler. Und Laura Berlin (25) wurde durch die Romanverfilmungen „Rubinrot“ und „Saphirblau“ bekannt.

Dazu kommen womöglich noch andere bekannte Namen. „Weitere Verhandlungen mit international bekannten Schauspielgrößen laufen“, heißt es bei der Produktionsfirma.

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