17. Kasseler Weltmusikfestival vom 25. April bis 10. Mai

Gauchos, Rastafari und ein Festival im Festival

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Mokoomba, die derzeit populärsten Newcomer der afrikanischen Musikszene,. eröffnen das 17. Kasseler Weltmusikfestival am 25. April.

Kassel. Auch wenn man es schon oft gehört hat: Musik verbindet. Das beweist die Band Sistanagila beim Kasseler Weltmusikfestival. Die Formation besteht aus Israelis und Iranern, die in Berlin leben. Ihr Mix aus Folk, Klezmer und persischer Musik verbindet zwei verfeindete Staaten.

Sistanagila sind einer von zwölf Acts, die vom 25. April bis zum 10. Mai die Vielfalt der Weltmusikszene abbilden. Auch bei der 17. Auflage hat Wolfram Benczek vom Kulturzentrum Schlachthof ein Programm zusammengestellt, das die ganze Bandbreite abdeckt – von hessischen Nachwuchstalenten bis zum Grammy-Gewinner. „Das Festival zeigt, dass Kassel eine weltoffene Stadt ist“, sagt Michael Krath von der Kasseler Sparkasse, deren Kulturstiftung die Reihe mit 17 000 Euro unterstützt. So kann der Eintritt sehr niedrig gehalten werden. Mit 10 bis 24 Euro sind die Preise so günstig, dass einige Agenturen für mehr Eintritt plädierten, wie Benczek sagt. 

Beim Festival kann man für wenig Geld die ganze Welt entdecken. Für HNA-Abonnenten ist es noch günstiger: Sie erhalten mit der Abo-Bonus-Card zehn Prozent Ermäßigung.  

Hier das komplette Festival-Programm:

Eröffnung am 25. April mit Gasandji und Mokoomba

In Frankreich hat Gasandji schon eine große Anhängerschaft, die von Ihrer Präsenz fasziniert ist. Man kann nicht anders als ihr gebannt zuzusehen und zuzuhören, wenn siemit ihrer Stimme, die Einflüsse aus Jazz, Soul und Reggae in sich trägt, Songs über Liebe und Hoffnung singt, die alles andere als profan sind.

Mokkomba verbinden traditionelle Rhythmen und Percussion aus Simbabwe mit Latin-Sounds, Soul und Funk. Ihre Musik ist aber ebenso vom Ethno-Jazz wie vom Blues der Sahara, vom kubanischem Salsa und HipHop inspiriert. Echte Weltmusik eben.

Veranstaltungsort: Foyer der Kasseler Sparkasse/Wolfsschlucht, 20 Uhr, (13 / 16 / 19 Euro)

26. April: Lepistö & Lehti und Faela!

Können ein Akkordeon und ein Kontrabaß ein ganzes Konzert bestreiten, ohne das es langweilig wird? Natürlich, vorausgesetzt, die Instrumente werden von den beiden Finnen Marrku Lepistö und Pekka Lehti gespielt. Moderne akustische Musik mit kammermusikalischer Intimität und überbordender Spielfreude und Virtuosität.

Die Musiker von Faela kamen kamen aus Argentinien, Bosnien, Chile und Finnland und haben sich in Schwedens Kreativzentrum Malmö getroffen, um die Welt zu erobern. So multikulti die Besetzung der Band ist, so ist auch ihr Sound: Latin flirtet mit Balkanbeats, Reggae mit Flamenco, Jazz mit Ska und Rock‘n‘Roll mit Swing.

Veranstaltungsort: Foyer der Kasseler Sparkasse/Wolfsschlucht, 20 Uhr, (13 / 16 / 19 Euro)

Feria De Abril mit "Aire Flamenco" am 27. April

An einem Sonntag im April möchte der Club Juvenil mit der Musik Andalusiens, mit Flamencotanz und mit kulinarischen Spezialitäten etwas vom Flair und der spanischen Lebensart des andalusischen Originalfests in den Schlachthof bringen. Es werden vom späten Vormittag bis zum frühen Abend Flamencomusiker spielen und traditionelle Tänze dargeboten.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof/Mombachstraße, ab 12 Uhr

29. April: AKKORDEONALE - Das Festival im Festival

Der Niederländer Servais Haanen lädtl Musiker aus aller Welt in die Adventskirche ein, gemeinsam die kulturelle Vielfalt des Akkordeons zu feiern. Gaucho-Musik  trifft auf serbische Akkordeon-Virtuosität, Musette-Perlen und niederländische Klangästhetik begegnen Jazz aus dem Land der Scheherazade, umrahmt von portugiesischer Fado-Gitarre und Cello.

Veranstaltungsort: Adventskirche/Lassallestraße, 20 Uhr (20 / 24 Euro, Eintritt frei)

Die Künstler des Weltmusikfestivals 2014

Künstler des Weltmusikfestivals 2014

Freitag, 2. Mai: Lounge Nacht mit Rishaba und dem Absinto Orkestra

Der indische Gitarrist und Mischpultkünstler Rikhy Ray mischt in seinem Projekt "Rishaba" Bhangra, Funk, Jazz und Reggae mit europäischer Ambientmusic. Gemeinsam mit der Tänzerin Shany Matthew entsteht eine einzigartige Performance aus Musik, Tanz und Poesie.

Ein Auftritt des Absinto Orkestras ist weit mehr als nur eine unwiderstehliche Aufforderung zum Mitsingen, Tanzen und Klatschen. Hier werden Hymnen auf das Leben zelebriert, die alles einbeziehen, was diese kurze Spanne ausmacht: Liebe und Vergänglichkeit, Witz und Sehnsucht, Melancholie und Rausch. 

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof, 20.30 Uhr, (10 / 13 Euro)

3. Mai: Sistanagila

Aufgrund der aktuellen politischen Spannungen haben sich in Berlin lebende israelische und iranische Musiker in dem Projekt Sistanagila zusammengetan, um durch die Universalsprache Musik den Dialog zu suchen. Um die religiösen Elemente genauso wie die eher moderne, nationale Identität der Kulturen zum Ausdruck zu bringen, bedienen sich die Musikerinnen sowohl bei folkloristischen und religiösen Melodien aus Klezmer, sephardischer und traditioneller persischer Musik als auch bei modernen und klassischen Kompositionen.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schhlachthof, 21 Uhr, (10 / 13 Euro)

7. Mai: Awake Love Orchestra

Das Awake Love Orchestra aus Kassels schwedischer Partnerstadt Västeros ist ein Projekt von Tänzern, Musikern und Schauspielern, welches sich durch die Kombination von alten Kirchenliedern, skandinavischen Gebeten sowie der Interpretation einer Vesper von Sergei Rachmaninov mit zeitgenössischen Songs auszeichnet. Begleitet wird das Ensemble von Cellos, einem Schlagzeug, einem Harmonium und Akkordeon sowie einem DJ-Set.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof, 20.30 Uhr, (10 / 13 Euro)

8. Mai: Mahala Rai Banda

Aus dem musikalischen Herzen Rumäniens, der Region Clejani, kommt diese mitreißende Mischung aus Oriental Pop, traditioneller rumänischer Musik, Rumba Catalan, Reggae und Funk, der man auf der Stelle verfällt. Wer bisher nicht glauben mochte, dass osteuropäische Cimbaloms, Geigen, Akkordeons und Trompeten ein durch und durch karibisches Gefühl vermitteln können, hier wird er auf der Tanzfläche eines Besseren belehrt.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof, 20.30 Uhr (11 / 15 Euro)

9. Mai: Joe Driscoll & Sekou Kouyate

Eine bis dato für unwahrscheinlich gehaltene, harmonische Fusion aus Afrobeat, Hip Hop, Folk und Reggae. Anders kann man die Musik von Sekou Kouyate (Ghana), dem Jimi Hendrix der Kora, und dem New Yorker Singer/Songwriter Joe Driscoll nicht beschreiben. Sie selbst sagen dazu: „Es gibt nur zwei Arten von Musik: Gute und Schlechte. Es kommt nicht darauf an, was Du spielst, sondern wie du spielst.“

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof, 21 Uhr (10 / 13 Euro)

10. Mai: Mayito Rivera & Band

Der zweifache Grammy-Gewinner Mayito Rivera Rivera ist einer der bedeutendsten zeitgenössischen Sänger Cubas. Über 20 Jahrelang war er die markante Stimme und das Gesicht von Los Van Van. Ob Son, Rumba oder Salsa, Bolero oder Timba, modern oder traditionell, ob kraftvoll-dynamisch oder zärtlich und sanft – wenn Mayito Rivera singt, tremoliert, koloriert, ist dies grundsätzlich preisverdächtig. Als Gast-Sängerwar Mayito bei nahezu jeder Cuban-All-Star-Formation der letzten Dekade vertreten. Jetzt ist der Superstar erstmals mit einer eigenen Band auf Tournee.

Veranstaltungsort: Kulturzentrum Schlachthof, 21 Uhr (18 / 23 Euro)

Vorverkauf

Eintrittskarten gibt es beim HNA-Kartenservice in der Kurfürsten-Galerie in Kassel, Tel. 0561 - 203 204, sowie in allen HNA-Geschäftsstellen. HNA-Abonnenten erhalten auf ihre Eintrittskarten einen Nachlass von 10 Prozent. (mal/wd)

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