Flüchtlinge stehen auf der Bühne

Kasseler Weltmusikfestival mit Stars wie Anne Clark

Zu Gast beim Weltmusikfestival: Die englische New-Wave-Ikone Anne Clark.

Zwei Wochen lang kommt fast die gesamte Welt nach Kassel - zumindest musikalisch. Beim Weltmusikfestival stehen ab Ende April Stars wie Anne Clark und Flüchtlinge auf der Bühne.

Auch wenn die Erde mittlerweile ein Dorf geworden ist, ist es nicht ganz einfach, ein Weltmusikfestival auf die Beine zu stellen. Viele Bands aus Afrika etwa, hat Wolfram Benczek vom Kasseler Schlachthof festgestellt, kommen nur noch im Sommer nach Europa, wenn die großen Festivals anstehen. Und trotzdem hat der Konzertveranstalter des Kulturzentrums wieder ein feines Programm zusammengestellt für die 18. Auflage des Weltmusikfestivals, das am 24. April beginnt.

Stargast ist die einstige britische New-Wave-Ikone Anne Clark. Das Line-up des zweiwöchigen Festivals zeigt aber auch, dass es „ohne Migration keine Weltmusik gibt“, wie Benczek sagt. Darum stehen diesmal auch Flüchtlinge, die in Kassel leben, beim dokumentarischen Theaterstück „Asyl-Monologe“ auf der Bühne. Das Projekt verweist zudem auf die vielfältige Bildungsarbeit, die der Schlachthof leistet.

Für Michael Krath, Pressesprecher der Kasseler Sparkasse, deren Kulturstiftung das Festival mit 17.000 Euro fördert, zeigt das Programm einmal mehr: „Kassel ist eine weltoffene Stadt.“

DAS PROGRAMM 

24. April, 20 Uhr, Foyer Kasseler Sparkasse, Wolfsschlucht 9: Çigdem Aslan. Die türkische Sängerin gilt als neue Stimme des Rembetiko-Revivals. Titi Robin. Der Saiten-Instrumentalist aus Frankreich kommt mit dem vielversprechenden marokkanischen Sänger Mehdi Nassouli nach Kassel.

25. April, 20 Uhr, Sparkasse: Meszecsinka. Die angesagte ungarische Band mixt Weltmusik mit Electro. Bassekou Kouyaté und Ngoni Ba. Über die Gruppe des malischen Ngoni-Spielers schrieb der britische „Independent“ nach einem Auftritt in der Londoner Royal Albert Hall, sie sei „die beste Rock’n’Roll-Band der Welt“.

26. April, 12 Uhr, Schlachthof, Mombachstraße 10-12: Feria de Abril. Mit Aire Flamenco.

28. April, 20.30 Uhr, Schlachthof: Mydy Rabycad. Die Prager Electroswing-Band ist für ihre ausgefallenen Live-Shows bekannt.

29. April, 20.30 Uhr, Schlachthof: Anne Clark. Die einstige britische New-Wave-Ikone vertont mit Murat Parlak und Jann Michael Engel alte englische Literatur.

30. April, 20.30 Uhr, Schlachthof: Jaya the Cat. Wenn die US-Ska-Band auftritt, bleibt kein Bein still stehen.

2. Mai, 20 Uhr, Schlachthof: Mehmet Polat Trio. Zwischen Jazz, Weltmusik und türkischen Liedern bewegt sich das in den Niederlanden beheimatete Trio.

5. Mai, 20 Uhr, Adventskirche, Lassallestraße 2: Akkordeonale. Beim Festival im Festival gastieren fünf Akkordeon-Acts.

6. Mai, 20 Uhr, Adventskirche: Naghash Ensemble. Alte armenische Klänge treffen auf Klassik, Folk und moderne Sounds.

7. Mai, 19 Uhr, Schlachthof: Asyl-Monologe - Dokumentarisches Theater. Für ihre Arbeit mit Flüchtlingen, die auf der Bühne von ihren Schicksalen erzählen, wurde die Theatergruppe mehrfach ausgezeichnet.

8. Mai, 20 Uhr, Schlachthof: Coco Mbassi. Die Sängerin aus Kamerun gilt als afrikanische Tracy Chapman.

9. Mai, 20 Uhr, Gleis 1 (Kulturbahnhof, Rainer-Dierichs-Platz 1). Lange Nacht der Weltmusik. Zahlreiche Kasseler Bands treten auf. Anschließend legt die Berliner DJane Ipek Ethno-House auf.

Tickets ab Montag beim HNA-Kartenservice, 0561/203-204 und auf www.schlachthof-kassel.de

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