„The Three Sisters“ ließen im Theaterstübchen die 50er-Jahre wieder aufleben

Kesse Weihnachtsshow

Trio charmant: The Three Sisters (von links) Julia Hansen, Katja Brauneis und Gaby Dey. Foto: Malmus

Kasssel. Weihnachtsprogramme setzen zumeist auf Besinnlichkeit. Lieder zart wie Engelshaar werden angestimmt und die Atmosphäre spiegelt sich im Kerzenlicht. Es geht aber auch anders. Frech, schwungvoll, kokett und offensiv charmant. „The Three Sisters“ - Katja Brauneis, Gaby Dey und Julia Hansen - setzen auf diese Variante.

Das muntere Damen-Trio kann nicht nur hervorragend singen, es vermag auch optisch zu glänzen: Drei attraktive Weihnachtsfrauen im schwarzen, eng anliegenden Kleid mit Dekolleté und roter Schleife – da wird der Weihnachtsmann schnell zum Auslaufmodell.

Am Mittwoch gastierte das Trio im Theaterstübchen. Für Club-Chef Markus Knierim sind sie „der Höhepunkt für diese Jahreszeit“, für das Publikum offensichtlich auch, denn freie Plätze gab es nicht an diesem Abend. „All I want for Christmas“ heißt ihre Weihnachtsshow, mit der sie mächtig Applaus abräumten.

Los ging es mit dem „Winter-Wonderland“ und der Begrüßung: „Danke, dass ihr wegen uns den Weihnachtskarpfen in der Badewanne allein gelassen habt.“ Humor ist der Schmuck, mit dem die drei ihren klingenden Weihnachtsbaum präsentieren. „Für das nächste Lied brauchen wir Bing“, fordert Katja Brauneis. Gemeint ist Bing Crosby und der wartet schon im Publikum, entert sogleich die Bühne und versucht sich mit „Jingle Bells“ als Ersatzlegende.

Wie eine Kopie klingt Frank Stefan Kimmel nicht unbedingt, der Schmelz des Originals wartet bei ihm noch auf den Durchbruch, aber seine Kurzauftritte sind Facetten, die sich gut in diesem Programm machen.

Genauso wie die kleine Hommage an die legendären „Andrew Sisters“. „Bei mir bist du schön“ kommt immer gut, ihre „swingenden“ Weihnachtslieder, überwiegend Reminiszenzen an die klassischen amerikanischen Weihnachtsperlen, aber auch.

Großes Lob auch für die Band, die sich bescheiden im Hintergrund hielt, dennoch aber strahlte: Hans Kaul (Piano), Rolf Deneke (Bass), Manfred von der Emde (Schlagzeug), Detlev Landeck (Posaune), Thomas Müller (Trompete) und Thomas Zander (Saxofon).

Von Steve Kuberczyk-Stein

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