Kirsten Fuchs und die Phallus-Seife

Kirsten Fuchs

Kassel. Kirsten Fuchs liebt ihren „Wohnhafen“, den Berliner Stadtteil Kreuzberg. Sie hat ein Kind, einen Hund und einen Mann und fragt sich ständig, was zuerst da war. Und sie versteht es, kuriose Erlebnisse in pointierte Kurzgeschichten umzuwandeln. Einige davon stellte die Autorin und Kolumnistin am Dienstag bei ihrer Lesung in der Caricatura-Bar vor.

Früher schlief Fuchs aus. Heute quetscht sich die 33-Jährige bei Elternabenden im Kindergarten auf Zwergenmobiliar, auf denen ihr Mann aussieht wie ein „Bär auf dem Melkschemel“ und Feministinnen fordern, die Seife im Waschraum auszuwechseln „sobald diese die Form eines Phallus“ erreicht.

Für Erheiterung sorgte auch die „Schmetterlings-Kamel-These“: Frauen können demnach sexuelle Befriedigung besser einspeichern und Durststrecken überwinden – weshalb sie schon rein optisch an ein Kamel erinnern – während Männer wie ein Schmetterling bestäuben wollen.

Auf die Katastrophe in Japan nahm sie mit einer – etwas zu flapsigen – Geschichte und einem Statement gegen Atomkraft Bezug. Minuspunkt: Fuchs wirkte unvorbereitet, musste ständig im Textordner blättern. Die rund 40 Besucher verziehen ihr die Nachlässigkeit, forderten drei Zugaben und beklatschten die 90 unterhaltsamen Minuten langanhaltend. (sob)

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