Regionale Musikensembles traten im Park Schönfeld auf

Klänge im Gewächshaus

Sorgten für den musikalischen Höhepunkt des Abends: Chris Lang (von links), Leo Feisthauer, Tim Koglin und Max Remmert von der Formation Wir bringen kalten Kaffee mit. Foto:  Fischer

Kassel. Was in einem Gewächshaus so alles gedeihen kann: zum Beispiel ein ganzer Abend mit Singer-Songwritern aus der Region. Der Kasseler Liedermacher Martin Steinbrück hatte mit dem Verein Zwischen Deck und Tape am Samstag in ein Gewächshaus im Botanischen Garten in den Park Schönfeld eingeladen. Fünf Formationen und Solisten spielten auf. Die Veranstaltung war bestens organisiert. Gut hundert Besucher kamen.

Den Auftakt machte das Duo Spoiling Spoony, Sängerin Conny Lewandowsky und Percussionist Paul Wendel mit gefühlvollen Folksongs, gefolgt vom Korbacher Liedermacher Basti Hamel, der mit seinen Stücken, die zwischen zart und zornig pendelten, das Publikum überzeugte.

40 Minuten Spielzeit hatte jede Formation. Die Besucher genossen nicht nur die Musik, sondern auch das besondere Ambiente und die Lichtstimmungen dieses ungewöhnlichen Auftrittsortes. Das in Kassel lebende Ruhrpott-Mädel, wie sich Verena Bandulewit (Künstlername: Alexandra Supertramp) vorstellte und ihre drei Begleiter, die „Becks-Treat-Boys“ Jan Bandulewitz, Daniel Schulz und Raimund Rieger, starteten mit einem Liebeslied, das den rustikalen Titel „Scheißegal, was morgen ist“ trägt. Das Quartett setzte auf in Deutsch gesungene Pop-Songs aus eigener Feder.

Mit seinen verträumten, mehrstimmig vorgetragenen und von akustischen Gitarren begleiteten Eigenkompositionen sorgte das Trio Louis On The Run mit Philipp Löffler, Jurina Luka und Jens Opper für entspannende Kuschelatmosphäre. Der Höhepunkt des Abends, und das nicht nur in spieltechnischer Hinsicht war das Quartett Wir bringen kalten Kaffee mit aus den vier Kasseler Musikstudenten Tim Koglin (Bass), Leo Feisthauer (Keyboard), Chris Lang (Schlagzeug) und Max Remmert (Gesang & Texte). Mit einer gelungenen Mischung aus Indie, Pop und Singer-Songwriter-Aura, besonders aber mit ihren rotzfrechen ironischen Texten – „Hat dir schon jemand gesagt, wie Scheiße du aussiehst, wenn du weinst“ – begeisterte die Formation. Fazit: ein gelungener Abend. Lautstarker Applaus für alle Künstler.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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