Die Lichtenberg-Schule feierte mit einem Konzert in der Martinskirche Geburtstag

Klangvolles Gotteslob

Kassel. Gefüllt wie bei einem Pop-Konzert war am Samstag die Martinskirche. Der Star des Abends hieß Georg-Christoph-Lichtenberg-Schule. Mit einem Jubiläumskonzert feierten Schüler, Eltern, Lehrer, Ehemalige und Freunde den 40. Geburtstag der Schule. Fast endlos war die Liste der Menschen, bei denen sich Schulleiter Helmut Dörr bedankte.

„Laudate – Jubilate“ (Lobet und freut euch) leuchtete auf den schmucken Programmheften. Ein schönes Motto, in zahlreichen Kompositionen großer Meister fand es sich wieder. Musik zur Ehre Gottes: Genau die prägte auch dieses wunderbare Schulkonzert. Geschmeidig, sakral-berührend und von beachtlicher musikalischer Qualität spielten und sangen die jungen Musiker Werke von Bach bis Mozart, von Spohr bis Telemann. Unterstützt wurden sie von Eltern und ehemaligen Schülern – studierte Musiker, die dem Konzert zusätzliche Leuchtkraft verliehen.

So die Organistin Mana Usui, die Sopranistin Traudl Schmaderer bei Mozarts „Laudate Dominum“ und die Geigerin Anna Göbel bei ihren hingebungsvoll intonierten vier Sätzen der Partita in d-Moll von Bach.

Zuvor wurde gelacht. Denn so manches Mal drängte der Applaus zu früh in die Musik. Viel Beifall auch für die Schüler. Der Chor mit 80 Stimmen und das Orchester mit 30 Instrumentalisten sorgten für zahlreiche berührende Momente. So bei einer gefühlvoll aus den Kehlen gestreichelten gregorianischen Psalmodie, bei Bachs berühmtem Choral „Lobe den Herrn“ und auch bei Telemanns „Lobet den Herrn alle Heiden“.

Chor und Orchester verschmolzen zu einer strahlenden Einheit. Beifall gab es auch für das Quartett um die Schülerin Julia Binek, die bei Vivaldis „Domine Deus“ mit klangschönem Sopran überzeugte. Ein Sonderlob gebührt Hildegard Hirosawa. Die Mutter dieses Konzertes könnte man sie nennen – souverän als musikalische Leiterin und stets mit einem Lächeln, wenn die Aufregung bei den jungen Musikern mal zu groß wurde.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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