Annelien van Wauwe überzeugte Jury - Publikumspreis an Klarinettisten Christoph Johannes Schneider

Klarinettistin gewinnt Spohr-Wettbewerb

Sie bestritten das Finale des Louis-Spohr-Wettbewerbs: (von links) Christoph Johannes Schneider, Valentina Klambauer, Annelien van Wauwe und Christian Tobias Hengel. Foto: Malmus

Kassel. Die Klarinettistin Annelien van Wauwe (25) von der Berliner Musikhochschule Hanns Eisler ist Preisträgerin 2012 des mit 2000 Euro dotierten Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs. Bescheiden, fast schüchtern, wirkte der Auftritt der Belgierin beim Finale am Freitagabend in den Räumen des Sponsors Kasseler Sparkasse. Ihr warmer Ton und ihr ausdrucksstarkes Spiel der ersten beiden Sätze aus Mozarts Klarinettenkonzert A-Dur KV 622 überzeugten jedoch die fünfköpfige Jury.

Vier von 18 Teilnehmern hatten das Finale des vom Förderverein Louis-Spohr-Stiftung ausgerichteten Wettbewerbs erreicht, der diesmal Holzbläsern vorbehalten war: Neben der späteren Siegerin Annelien van Wauwe waren dies der Fagottist Christian Tobias Hengel (23, Musikhochschule Würzburg), der Klarinettist Christoph Johannes Schneider (23, Musikhochschule Weimar) und die Saxofonistin Valentina Klambauer (24, Anton-Bruckner-Uni Linz).  Der Publikumspreis von 500 Euro ging an den Klarinettisten Christoph Johannes Schneider, der das Finale des Mozart-Klarinettenkonzerts mit forschem Engagement gespielt hatte.

Zuvor hatte der Fagottist Christian Tobias Hengel mit dem Adagio aus Mozarts Fagottkonzert B-Dur KV 191 und zwei Sätzen aus der Sonate für Fagott und Klavier von Camille Saint-Saëns überzeugt. Mit edlem Ton und verblüffender Leichtigkeit spielte Hengel die schnellen Passagen und großen Sprünge. Die klanglichen Möglichkeiten des Alt-Saxofons zeigte Valentina Klambauer in einem Konzert von Alexander Glasunow und einem Solo des Zeitgenossen Christian Lauba.

Ein Sonderlob verdienen die drei Klavierbegleiter Alexander Telengator, Jedrzej Cezary Tymczuk und So-Young An, die trotz weniger Proben den Solisten sichere Mitstreiter waren. Die leider nur wenigen Hörer bedankten sich mit lang anhaltendem Applaus.

Von Gerhard Rassner

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