Pianist Christian Petersen und das Kasseler Sinfonieorchester mit Beethoven

Klassisch ausgewogen

Majestätisch klar: Solist Christian Petersen. Foto: Schachtschneider

Kassel. Schon toll, wenn der Musikfreund ein Beethoven-Klavierkonzert nicht nur bei Festivals oder den großen Staatstheater-Konzerten erleben kann.

Am Sonntagabend führten das Kasseler Sinfonieorchester, der Dirigent Jürgen Oßwald und der Pianist Christian Petersen Beethovens frühes Konzert op. 15 im Anthroposophischen Zentrum auf. Es war ein großer Erfolg, vor allem für den ausgezeichneten Solisten.

Seriöses im besten Sinn ließ Petersen in Beethovens C-Dur-Konzert hören. Der Dozent der Kasseler Musikakademie bot ein klassisch ausgewogenes, majestätisch klares Klavierspiel. Eindrucksvoll, wie er über einem rollenden Fundament die Läufe akkurat abstufte. Da stimmten sowohl die Energie als auch der Klang, was 300 Zuhörer mit kräftigem Beifall aufnahmen.

Viel Zustimmung, auch aus den Orchesterreihen, bekam auch Jürgen Oßwald. Zu einer ansprechenden Leistung führte der erfahrene Dirigent das aus Amateuren und Profis bestehende Orchester. Neben Beethoven präsentierte es den schwebenden Klangzauber von Debussys „L’après-midi d’un faune“ und - besonders lohnend - Tschaikowskys „Schwanenseesuite“ mit ihren pittoresken Stimmungen und Tänzen.

Zu überzeugen vermochte nicht nur das Kollektiv, auch die Solisten wussten vielfach zu punkten: der Flötist Eberhard Enß, die Oboisten Christopher Hilmes und Fiona Dancy, die Harfenistin Rita Schäfer-Tworek, der Geiger Istvan Gabor und der Cellist Esteban Cordi. Das Glanzlicht setzte aber der junge Trompeter Philipp Baader.

Von Georg Pepl

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.