Die brasilianische Harfenistin und Sängerin Cristina Braga begeisterte ein kleines Publikum im Schlachthof

Klingende Delikatessen aus Rio

Flüsterstimme und rauschende Harfenklänge: Cristina Braga im Schlachthof. Foto: Socher

Kassel. Wer die Künstlerin zuvor nicht kannte, musste sich eingestehen: So hat man den Bossa Nova „The Girl from Ipanema“, das weltbekannte Stück von Antônio Carlos Jobim, noch nie gehört. Betörend rauschende Harfentöne umspielten da eine sanfte, auf ihre Art nicht minder bestrickende Stimme. Eine gewisse Klangerotik war diesem Mix aus Flüsterstimme und Harfenklängen nicht abzusprechen.

Fenster nach Rio de Janeiro öffnete die brasilianische Harfenistin und Sängerin Cristina Braga, die am Sonntag mit ihrem Duopartner Ricardo Medeiros, einem Gentleman an der Bassgitarre, im Kulturzentrum Schlachthof gastierte. Ein weiteres Indiz dafür, dass dort immer wieder mit musikalischen Delikatessen zu rechnen ist.

Einen überwältigenden Sound zauberte die Virtuosin hervor: Akkordzerlegungen, Akzente, perkussive Schläge, jazzige Sololinien und dies alles mit viel Hall unterlegt. Doch nicht nur Bossa und Jazz

hatte die langjährige Harfenistin des Opernorchesters von Rio zu bieten. Wild und gefährlich ließ sie eine Komposition von Heitor Villa-Lobos daherkommen.

Elegante Performance

Neben der Musik machten auch der elegant feminine Performance-Charakter, der im Harfenspiel liegt, und die galanten Zwischenansagen Eindruck. Mit der Zuhörerschaft - es waren gerade mal 15 Leute - flirtete die lächelnde Musikerin: „Ihr seid ein großes kleines Publikum.“

Von Georg Pepl

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