Die Gute-Laune-Formation „Global Kryner“ zu Gast beim Baunataler Sommer

Klingt wie drei CDs gleichzeitig

Volle Kraft voraus: v.l.: Markus Pechmann (Trompete), Sabine Stieger (Gesang und Christof Spörk (Klarinette). Foto: Malmus

Baunatal. Wenn die Global Kryner auftreten, hört sich das an, als würden drei CDs gleichzeitig abgespielt. Verpoppte Volksmusik, Jazz, Bolero, Musikantenstadl und Madonna verwirbeln ineinander, und Klassiker wie „Somewhere over the Rainbow“ ertönen mit Rockstimme im Oberkrainersound.

Dennoch: Wer Global Kryner aus Österreich länger zuhört, wird von Musik und Ausstrahlung der Band in ein Sauerstoffbad der guten Laune getaucht. Beim Baunataler Sommer sorgten die auf hohem musikalischen Niveau agierenden Musikvandalen unter den 350 Besuchern für eine Bombenstimmung.

Das Publikum johlte, brüllte, klatschte zu jeder Nummer und wurde vom Klarinettisten und Moderator Christof Spörk immer wieder in gedehntem Steiermark-Deutsch zum Mitmachen animiert: „Bitte oalle aufstehen. Jetzt kommt ein Solllsaa.“ Keine Minute, in der ihm nicht irgendeine Blödelei einfiel.

Jazzstandard „Night in Tunesia“ klang hier wie eine musikalische Stimmungsbombe auf dem Münchner Oktoberfest. Im Kontrast dazu kurze musikalische Blöcke, die die Bandmitglieder als ernsthafte Musiker auswiesen. Klangschöne Atmosphäre bei den Solo-Auftritten des Akkordeonspielers Anton Sauprügl (heißt wirklich so), des Trompeters Markus Pechmann, des Posaunisten Martin Temmel oder des Gitarristen Edi Köhldorfer. Die Sängerin Sabine Stieger rückte erst spät in den Mittelpunkt. Zwar sang sie einige Lieder mit kraftvoller Bluesröhre, im Kontrast zu den anderen erschien sie aber eher blass. Beim Stück „Ich bin eine Schlampe und das mit Haut und Haar“ aber blitzte neben ihrer Stimme auch Ausstrahlung auf. Zum Abschluss probierten sich 350 Besucher am Beatles-Klassiker „Hey Jude“ als Jodler. Spörk machte es kurz vor, das begeisterte Publikum gut fünf Minuten nach.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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