Kasseler Schüler beweisen kompositorisches Gespür beim Vertonen von Kurzfilmen

Wie klingt eine Pflanze?

Engagiert: Marie Schacht (von links), Mirco Scholl, Tim Grunewald und Valentina Schmidt mit dem Stück Meteoritenkracher. Foto: Schachtschneider

Kassel. Wer bislang meinte, Musikunterricht würde nur aus Tonleitern und Liedern bestehen, wurde am Freitagabend eines Besseren belehrt. Unter dem Motto „Ohrenblicke“ präsentierten Schüler des Engelsburggymnasiums (Klasse 11), der Grundschule am Heideweg (Klasse 3 b) und der Eschenwaldschule Helsa/Eschenstruth (Klasse 4) mehrere von ihnen vertonte Kurzfilme.

Es war nicht ganz einfach, einen Sitzplatz im aus allen Nähten platzenden Konzertsaal des Instituts für Musik zu finden. Schade nur, dass der Saal zurzeit über keine zureichende Klimatisierung verfügt. Dass das Publikum trotz der stickigen Luft einen wunderbaren Abend erlebte, war der herausragenden Leistung der Akteure zu verdanken. In dem rund zweistündigen Programm zeigten Studierende und Schüler das Ergebnis eines gemeinsamen Projektes, das von Christine Weghoff und Olaf Pyras geleitet wurde.

Neben dem klassischen Instrumentarium, das aus allerlei Schlagwerk und einem Konzertflügel bestand, wurde der Klangreichtum durch Alltagsgegenstände erweitert. Beeindruckend, welche Klänge sich aus Weingläsern, einem Fahrrad oder einer Schlauchtrompete gewonnen wurden.

Bei der Erstellung der eindrucksvollen Videosequenzen erhielten die Schüler professionelle Unterstützung vom Offenen Kanal Kassel.

Gezeigt wurden zum Beispiel Flaschen, eine brennende Zigarette oder eine wachsende Pflanze. Souverän und kreativ lösten die Schülergruppen die gestellten Kompositionsaufgaben und bewiesen ihr kompositorisches Talent eindrucksvoll.

Ergänzt wurden die vielfältigen Schülerkompositionen durch zwei ebenfalls sehr stimmungsvolle Kompositionen des Kasseler Musikstudenten Thomas Höhl. Tosender Beifall.

Von Sebastian Krämer

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