Blueswoche: Dede Priest und ihr Ensemble

In der Königsklasse

Kassel. Dass das Theaterstübchen trotz des attraktiven Fußballangebots am Mittwochabend gut besucht war, verwunderte nur auf den ersten Blick. Schließlich stand bei der Blueswoche der Auftritt der in Dallas aufgewachsenen Sängerin Dede Priest auf dem Programm.

Das bestens gelaunte Publikum freute sich über ein Konzert der musikalischen Königsklasse. Dabei gönnte sich die Sängerin mit der charakteristischen Stimme im ersten Set kaum Verschnaufpausen. Meist gingen die Titel direkt ineinander über und brachten das mittanzende Publikum ins Schwitzen. Doch Priest zeigte ihre herausragende Klasse nicht nur bei schnellen Blues- und Soulnummern. Mindestens ebenso überzeugend interpretierte die barfuß auftretende Künstlerin ihre leisen Eigenkompositionen, bei welchen sie jede Note nuancenreich auszukosten schien.

Schön auch die Steigerungen, die einige der Songs belebten. Hier schien die Soulstimme der 40-Jährigen eruptionsartig aus der zuvor sanften Dynamik herauszubrechen. Dafür gab es Bravo-Rufe.

Eine Weltklasseleistung muss auch Dede Priests Band bescheinigt werden. Mit einer unglaublichen Dynamik deuteten die Niederländer Ray Nijenhuis (Gitarre), Mike Roelofs (Keys), Jody van Ooijen (Drums) und Roelof Klijn (Bass) das 12-taktige Bluesschema auf ihre individuelle Art aus.

Insbesondere Nijenhuis und Roelofs wurden für ihre virtuosen Soli vom Publikum gefeiert. Eine mitreißende Mischung aus Soul, Jazz und Blues.

Von Sebastian Krämer

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