Schütz- und Grimm-Schüler mit breitem Spektrum

In der Königsklasse der Schulmusik

Kassel. Mit fast 200 beteiligten Schülern sowie zwei Orchestern und drei Chören auf der Bühne bewiesen die Heinrich-Schütz-Schule (HSS) und die Jacob-Grimm-Schule (JGS) beim Konzert am Freitagabend, dass sie sich mit ihrer Arbeit durchaus in der schulmusikalischen Champions League bewegen.

Spätestens bei dem wunderschönen Song „Give Me Wings“ und den sehr sauber intonierten harmonischen Wechseln musste sich auch beim letzten Zuhörer in der ausverkauften Aula der Heinrich-Schütz-Schule ein echtes Gänsehautgefühl einstellen. Kein Wunder also, dass nicht nur diese Nummer mit Bravo-Rufen bedacht wurde.

Nicht weniger beeindruckend war die Leistung des Vororchesters der Schütz-Schule, das mit Pachelbels populärem Kanon und einer Komposition von Elgar überzeugte und anschließend zusammen mit dem Unterstufenchor zu einer Hymne anstimmte. Barbara Bürger, Barbara Kühnen, Katharina Firmbach und Ottmar Gerber kann angesichts dieses Vortrags eine sehr gute Probenarbeit bescheinigt werden.

Stimmungsvoll und äußerst passend zugleich war auch der Titel „Sitzen Sie gut“, mit dem Chorleiter Florian Brauer sein Publikum auf die zweite Konzerthälfte einstimmte. Diese bot neben klassischen Werken, wie der vom Orchester der JGS und HSS stilgerecht interpretierten „Suite aus L’Arlesiénne“ von Bizet, auch den Chor der Grimm-Schule. Er bot mit einer interessanten Mischung aus unterschiedlichen Klangeffekten und Gesang den Toto-Welthit „Africa“ dar.

Versierter Moderator

Bei solchen Kontrasten war natürlich eine besonders versierte Moderation vonnöten, die Bernd Trusheim mit einer gelungenen Mischung aus Anekdoten und musikalischen Hintergrundinformationen perfekt ausfüllte. Ähnlich wie beim Fußball waren auch in der musikalischen Königsklasse lediglich Sitzplätze erlaubt, weshalb das identische Programm am Samstag gleich noch einmal aufgeführt wurde. Standing Ovations gab es trotz Sitzplätzen aber dennoch.

Von Sebastian Krämer

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