Das Jentzen-Groh-Sommerfeld-Trio überzeugte bei seiner CD-Vorstellung im Theaterstübchen

Sie können es noch weit bringen

Harmonieren bestens: Manuel Groh (links), Lisa Sommerfeld und Max Jentzen im Theaterstübchen. Fotos:  Schachtschneider

KASSEL. Zur offiziellen Präsentation seiner zweiten CD mit dem ausgefallenen Namen „Krumpelkammer“ war das Trio Jentzen Groh Sommerfeld am Dienstagabend an den Ort seines ersten Auftritts zurückgekehrt: das Theaterstübchen. Und das war mit Besuchern vollgestopft bis in die letzte Ecke. In knapp zwei Stunden bewiesen die drei jungen Musiker, dass ihr guter Ruf in der Kasseler Musikszene nicht von ungefähr kommt.

Dieses klassische Pianotrio - bereits im zehnten Jahr seines Bestehens - hat sich musikalisch kontinuierlich fortentwickelt und kann noch weit kommen, wenn es zusammenbleibt. Neben der neuen CD wurden Titel aus dem Vorgängeralbum sowie erst wenige Tage alte Kompositionen vorgestellt. Dabei gelang es, mit einem sehr facettenreichen Programm das Publikum in knisternder Spannung zu fesseln. In Stücken wie „Sterne“, „Allein in der Stadt“ und „Waiting For Peter“ fächerte die Band eine große Palette an Klangfarben und Stimmungen auf, die von reduzierten und ruhigen Passagen bis hin zu stampfender, fast technomäßiger Drum-Rhythmik reichten. Manuel Groh ließ seinen Kontrabass auch schon mal wie eine E-Gitarre klingen.

Lisa Sommerfeld an Piano und Rhodes zeigte ihre Vielseitigkeit in lyrischen Parts, konnte aber auch Reminiszenzen an Miles Davis’ Bitches-Brew-Phase wecken.

Am Schlagzeug hielt Max Jentzen die Fäden in der Hand und bestach durch seine unaufdringliche Dynamik und kreative Soloeinlagen. Auffällig: Selbst in ungeraden Taktarten groovte das Trio wie selbstverständlich, ohne dabei sperrig zu wirken. Keine Frage, dass die begeisterten Zuhörer die drei Protagonisten nicht ohne Zugaben von der Bühne gehen ließen.

Nächster Auftritt: 24. Januar, 22.30 Uhr, im „Unten“, Joseph-Beuys-Straße 7.

Von Wolfgang Wollek

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