Komik-Kolloquium wird uns lachen lassen

Altmeister des Komischen: Der diesjährige Preisträger Wilhelm Genazino (links) und Eckhard Henscheid.

Kassel. Dr. Friedrich W. Block, der künstlerische Leiter, nennt es ein „einzigartiges Festival zur Literatur und Wissenschaft des Komischen“: Zum sechsten Mal findet vom 23. Februar bis 2. März das Kasseler Komik-Kolloquium statt.

Unter dem Motto „11 Stunden bis zur Ewigkeit“ bietet das Programm Lesungen, Workshops, Musik, Bühnenshows, Werkstattgespräche, Ausstellungen und Vorträge.

Das Thema der dreitägigen wissenschaftlichen Fachtagung (28.2. bis 2.3., Kulturbahnhof) könnte nach der Debatte um vermeintlich blasphemische Karikaturen der Caricatura VI nicht aktueller sein: Forscher verschiedener Fachdisziplinen widmen sich dem Zusammenhang von „Komik und Religion“.

Das Komik-Kolloquium hat sich aber nicht nur „zum einzigen kontinuierlichen Ort für kulturwissenschaftliche Humorforschung entwickelt“, wie Block sagt. Es gibt auch ein ebenso hochkarätiges wie vergnügliches Programm mit namhaften Gästen.

Friedrich W. Block

So werde das Berliner Duo Pigor & Eichhorn einen so boshaften wie witzigen musikalisch-literarischen Abend gestalten (24.2., 20 Uhr, Musiksaal der Uni Kassel). Ingomar von Kieseritzky (Kasseler Preisträger 1999), stellt seinen neuen Roman „Traurige Therapeuten“ vor (24.2., 11 Uhr, Stadtbibliothek). Wilhelm Genazino, der am 23. Februar, 17 Uhr, zum Festival-Auftakt im Rathaus den Kasseler Literaturpreis für grotesken Humor bekommt, unterhält sich mit Marlene Breuer über das von ihr produzierte Hörspiel „Genazinos Museum“ (24.2., 15 Uhr, Stadtbibliothek).

Schauspielerin Nina Petri spricht gemeinsam mit dem Autor Christian Maintz „Komische Liebesgedichte“ (25.2., 20 Uhr, Caricatura). Dazu bietet Maintz Workshops an Kasseler Gymnasien an. Michael Lentz und Uli Winters präsentieren ihre neue poetisch-absurde Bühnenshow „Lentz und Winters merken was“ (26.2., 20 Uhr, Kunsthochschule). Felicitas Hoppe, die aktuelle Georg-Büchner-Preisträgerin, liest aus „Hoppe“ und anderen Werken (28.2., 20 Uhr, Stadtbibliothek).

In der Reihe „3durch3“ bestreiten die Autoren Franzobel (Preisträger 1998), Ulrich Holbein (Preisträger 2012) und Wolfram Lotz (Förderpreisträger 2013) einen Abend im Kunsttempel (27.2., 20 Uhr).

Als einen weiteren Höhepunkt kündigen die Veranstalter eine Lange Lesenacht mit fünf Autoren aus dem Umfeld der Literaturzeitschrift „Exot“ an (1.3., 20 Uhr, Schlachthof). Eckhard Henscheids Lesung unter dem Titel „Die Mätresse des Bischofs“ beschließt das Programm (2.3., 20 Uhr, Caricatura).

Das Kasseler Komik-Kolloquium wird seit 2000 von der Stiftung Brückner-Kühner in Zusammenarbeit mit verschiedenen Institutionen veranstaltet. In diesem Jahr ist es offizielles Projekt des Jubiläumsprogramms zur 1100-Jahrfeier der Stadt Kassel. (vbs)

Tickets beim HNA-Kartenservice, Tel. 0561/203203204, Infos, Termine, Karten auch unter www.komik-kolloquium.de

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