Komiker vor Gericht: Rick Kavanian in Vellmar

Schlüpft in fast 20 verschiedene Rollen: Comedian Rick Kavanian beim Auftritt in Vellmar. Foto: Malmus

Vellmar. Rick Kavanian ist in Schwierigkeiten. Wegen der angeblichen Manipulation einer Parkscheibe um 15 Minuten steht er vor Gericht. Für den ehrenwerten Austauschrichter aus Ohio, Benjamin G. Franklin, ist das weder eine Lappalie noch eine Banalität. Die Aussage des fest angestellten Belastungszeugen, Tibur Teradescu aus Bukarest, bedroht seine Glaubwürdigkeit und bringt noch weiteres Fehlverhalten auf den Tisch.

Das ist die Ausgangssituation, auf deren Grundlage der Comedian, Schauspieler und Synchronsprecher Rick Kavanian in seinem Soloprogramm „Egostrip“ eine filmreife Geschichte entspinnt, in der fast 20 Personen mitspielen: Jürgen Klinsmann als schwäbelnder Psychologe, ein sächsischer Staatsanwalt mit Tou-rette-Syndrom, Putzfrau Mandy Kapolnik, und, und, und. Als Angeklagter spielt der Künstler sich selbst. In alle anderen Rollen schlüpft er, indem er Mimik, Gestik und Stimme verändert.

Über einen Zeitraum von zwei Stunden entwickelte Rick Kavanian im ausverkauften Bürgerhaus Vellmar-West seine Geschichte, deren Handlung eigentlich nebensächlich ist. Schillernd ist das riesige Tableau von Figuren: die Parodie von Vitali und Wladimir Klitschko mit herrlichem Akzent, der Auftritt des belehrenden Starkochs Alfons Schuhbeck oder des Griechen Dimitri Stoupakis, den Kavanian in Michael „Bully“ Herbigs „Schuh des Manitu“ spielte.

„Egostrip“ ist beeindruckend. Das durchaus lustige Programm lässt die Zuschauer aber nicht gerade vor Lachen schreien. Es ist eher so, als ob jemand eine sehr gute Geschichte erzählt. Viel Applaus.

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