Kommentar zu Hersfelder Festspielen: Die Nagelprobe

Der Vorverkauf der Bad Hersfelder Festspiele 2016 kann nicht wie geplant in den nächsten Tagen beginnen.  Die Saison liegt auf Eis. Ein Kommentar von HNA-Redakteurin Bettina Fraschke.

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Defizit der Festspiele nicht genehmigt: Planung für 2016 auf Eis

Die Stadt Bad Hersfeld kommt in Bezug auf ihre Festspiele nicht zur Ruhe. Immer wieder gibt es Auseinandersetzungen wie jetzt um die Beschlussvorlage zum Defizit 2015. Es ist davonauszugehen, dass die Parlamentarier, die die Nachgenehmigung verweigert haben, wussten, dass sie damit die Planungen der Festspiele für 2016 im Ganzen gefährden. Das war eine Machtprobe von SPD und Grünen gegen den Bürgermeister. Und da im März Kommunalwahlen sind, sind weitere nicht auszuschließen. Die Fraktionen müssen sich fragen lassen, ob es verhältnismäßig wäre, die Festspiele über die Klinge springen zu lassen wegen eines Defizits, das bekannt war.

Bei den Festspielen gibt es immer wieder zwei Konflikte. Zum einen den strukturellen, dass die Intendanz stets schon eine Saisonplanung angehen und auch finanziell wirksame Vereinbarungen etwa mit Darstellern treffen muss, während die Stadtpolitik über den Etat für das neue Jahr berät.

Und zum anderen die wahrscheinlich nie ganz lösbare Frage, wie eingebunden in die Stadtpolitik beziehungsweise wie eigenständig die Festspiele agieren sollen. Es ist richtig, dass das immer wieder debattiert und an vielen Schräubchen nachjustiert wird. Nur sollten Parlamentarier, wenn sie die Festspiele wollen, das nicht in dieser heißen Planungsphase tun.

Eklat bei Vorstellung der Festspielsaison 2016

Rubriklistenbild: © Landsiedel

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