Kommentar zum Literaturnobelpreis für Bob Dylan: "Endlich, endlich!"

Sänger und Songwriter Bod Dylan erhält den Literaturnobelpreis. Endlich, sagt HNA-Politikchef Tibor Pézsa.

Endlich, endlich, möchte man rufen. Denn auf dem Feld der Literatur überraschte die Stockholmer Nobelpreis-Jury bislang nicht immer mit preiswürdigen Entscheidungen, leider auch oft nur mit schrecklich gut gemeinten Hinweisen auf – oh,schau mal einer an – auch noch lesenswerte Autoren. Schön für sie. Diesmal aber ist alles anders.

Denn Bob Dylan hat weder politisch-korrekte Hilfestellung nötig, noch braucht er das Geld. Und anders als viele andere Preisträger wird Dylan noch gesungen werden, gehört und gelesen, wenn keiner mehr weiß, was eigentlich so ein Nobelpreis mal war.

Der renommierteste, höchste Literaturpreis der Welt, welcher auch immer, für Bob Dylan? Natürlich, für wen denn sonst? Es ist die angemessene, längst überfällige Anerkennung für ein riesiges künstlerisches Gesamtkunstwerk, dessen einzigartige poetische Qualität noch dadurch gesteigert wird, dass seine vielen klugen, traurigen, schönen, wütenden und witzigen Texte auch in und mit und wegen ihrer musikalischen Form unvergesslich wurden.

Deswegen hat Dylan seit 1960 mittlerweile schon mehr als nur eine einzige Generation berührt und bewegt. Deswegen wird Dylan seit Jahrzehnten von Geringeren interpretiert, zitiert und ergründet. Und deswegen ist es richtig, dass dieser Ausnahmekünstler einen, den Preis bekommt, der einfach stimmt. Endlich, endlich. tpa@hna.de

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