Werner Fritsch über den Spielplan 2010/11

Kommentar: Neues mit Bedacht

Theater leben vom Neuen wie vom Bewährten. Auf die Mischung kommt es an. Dass die Kasseler Oper mit einem erprobten zeitgenössischen Stück, Reimanns „Lear“, eröffnet, ist ein gutes Signal.

Zumal mit Verdis „Otello“ und Wagners „Lohengrin“ zwei Repertoire-Schwergewichte folgen. Auch der vielfache Publikumswunsch nach Humperdincks Märchenoper „Hänsel und Gretel“ wird erfüllt. Bei den Regisseuren setzt das Haus auf bewährte Namen, auch wenn Gabriele Rech diesmal nicht dabei ist. Wenn der Spielplan in den Herbstmonaten noch mit Wiederaufnahmen abwechslungsreich gestaltet wird, können sich Opernfreunde auf eine interessante Spielzeit freuen.

Mehr Neues wagt man im Schauspiel. Zwei Uraufführungen und eine deutsche Erstaufführung stehen auf dem Spielplan. Überhaupt liegt ein starker Akzent auf dem 20. und 21. Jahrhundert. Dabei setzt das Team um Thomas Bockelmann und den neuen Oberspielleiter Patrick Schlösser auch im Schauspiel auf Kontinuität bei den Regisseuren: Volker Schmalöer, Schirin Khodadadian und Gustav Rueb werden wieder mit wichtigen Produktionen betraut. Ein Signal seiner Vitalität sendet die dritte Sparte, das Tanztheater, mit fünf statt zuletzt drei Neuproduktionen aus. Im Programm ist jetzt wieder ein Stück mit Orchesterbegleitung. Das ist neu - und doch auch altbewährt. fgh@hna.de

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