Halbzeit beim Projekt Im-Port//Ex-Port:

Uni auf dem Fluss: Ein kreatives Schiff für Kunst und Wissenschaft

Freuen sich auf die nächsten Termine: Die Initiatoren Andre May (von links), Lessano Negussie und Nicolai Kudielka vor dem Schiff für Kunst und Wissenschaft an der Kasseler Schlagd. Fotos:  Wienecke

Kassel. Die Zwischenbilanz kann sich sehen lassen: 84 Veranstaltungen seit Anfang April und 25 000 Besucher, die sich im Internet über das Kuhnsthochschul-Projekt Im-Port/Ex-Port informiert haben.

Die Veranstaltungen auf dem 150 Gäste fassenden Motorschiff „Stadt Kassel“, das bis Ende September eine Plattform für Kunst und Wissenschaft sein wird, sind zum Teil so gut besucht, dass so mancher Gast aufs Land ausweichen muss.

„Wir bauen ständig um“, berichtet Prof. Heike Klussmann von der Universität Kassel (Bildende Kunst). Die Studenten Andre May (24), Lessano Negussie und Nicolai Kudielka (beide 27) haben das Projekt ins Leben gerufen, das sie mit der Professorin leiten. Da es um das Mitbringen und das Mitgeben geht, tauften sie das Fuldaschiff für die Zeit der Anmietung auf MS Im-Port//Ex-Port um.

„Das Projekt wird immer größer“, erläutert Andre May. Es wird in die Examensarbeit des Grafikdesignstudenten und der beiden Architekturstudenten ergänzt durch das Thema Leben am Fluss einfließen. Vorträge, Ausstellungen, Musik, Kino und Workshops werden dabei auf die Beine gestellt. In Absprache mit den Eignern, der Familie Söllner, erhielt das Schiff ein von Studierenden entwickeltes Sonnendach und Schwimmpontons. „Unsere alte Lady ist aufgewertet“, freut sich Karola Söllner.

„Wir haben es mit dem Schiff geschafft, die Uni an den Fluss zu holen und die Leute einzubeziehen“, fasst Lessano Negussie zusammen. Auch die Sponsoren und Förderer des Projektes sind zufrieden. Mit 40 000 Euro unterstützten sie eine außergewöhnliche Schnittstelle zwischen der Universität, ihrer Kunsthochschule, den Menschen der Stadt und der internationalen Öffentlichkeit.

Von Bettina Wienecke

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