Neu im Kino: „Vater Morgana“ - toll besetzt, total missglückt

Komödie ohne Gags

Demenz und Diamanten: Felicitas Woll (von links), Christian Ulmen und Michael Gwisdek bemühen sich vergebens, dem schwachen Film Pep zu geben. Foto: dapd

Vater Morgana, das ist Walther Stielike (Michael Gwisdek), dessen größtes Talent von jeher darin bestand, sich in Luft aufzulösen und Sohn Lutz (Christian Ulmen) im Stich zu lassen. Immerhin, mit seiner Freundin Annette (Nordhessin Felicitas Woll) hat der begeisterte Angler Lutz den großen Fang gemacht. Doch just als er seinen Heiratsantrag unterbreiten will, taucht der jahrelang untergetauchte Walther auf, in fortgeschrittenem Stadium an Alzheimer erkrankt, und hinterlässt in Lutz’ Lebensplanung eine Schneise der Zerstörung.

Lutz arbeitet bei einer Firma für Werttransporte. Geradezu zwangsläufig wird der Pechvogel Opfer eines Überfalls, ein Maskierter - Walther - raubt die edelsten Klunker. Der überforderte Lutz lässt seinen Vater entkommen und macht sich verdächtig.

Aus der Geschichte hätte ein netter Film entstehen können, zumal die Besetzung passt. Leider ist die Komödie „Vater Morgana“ völlig verunglückt. Das Konglomerat aus romantischem Lustspiel, Gaunergeschichte und ernster Vater-Sohn-Story findet nie einen Rhythmus und lässt einen kalt.

Gwisdek und Kollegen spielen tapfer gegen schale Gags und eindimensionale Figurenzeichnungen an, aber müssen die Waffen strecken. Regisseur und Co-Autor Till Endemann („Flug in die Nacht – Das Unglück von Überlingen“) kann es besser. Selbst die größten Filmemacher greifen mal daneben. Abhaken, neu starten.

Genre: Komödie

ohne Altersbeschränkung

Wertung: !::::

Von André Wesche

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