Komplex und eingängig: Die Die Kasseler Band Triosence beim Jazz-Frühling

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Triosence:  Stephan Emig.

Kassel. „Es ist unglaublich, was du auf die Beine stellst“, schwärmte Bernhard Schüler, Pianist und Komponist der Band Triosence, beim ausverkauften Konzert im Atrium der Kasseler Bank.

Diese Worte, denen jeder Kasseler Jazzfan beipflichten kann, galten Markus Knierim, dem Chef des Theaterstübchens und Initiator des Jazz-Frühlings.

Bei diesem wunderbaren Festival gab die erfolgreiche Band am Freitag ein Heimspiel – Auftakt einer ausgedehnten CD-Release-Tour. Bernhard Schüler, Schlagzeuger Stephan Emig – beide sind in Kassel geboren – und Kontrabassist Omar Rodriguez Calvo präsentierten das neue, auf Schloss Elmau produzierte Album „Hidden Beauty“ (Okeh/Sony Music).

Gleich das erste Stück „As If It Was Yesterday“ entführte in die Welt des atmosphärischen Song-Jazz, für den Triosence so geschätzt wird. Schüler, elegant nicht nur an den Tasten, sondern auch als Moderator, wies auf die komplizierte Rhythmik hin. „Alszus“ ändere sich die Taktart, was man aber nicht merken solle. Schülers musikalisches Credo: Komplexe Musik zu schreiben, die natürlich und eingängig klingt.

Omar Rodriguez Calvo.

Neben den facettenreichen Stücken des neuen Albums vom swingenden „Day at Scarlett’s“ über das brasilianische „Juquei“ bis zum lässig dahinrollenden „Hit by Life“ gab es auch Triosence-Klassiker zu genießen. Als Solist spielte Schüler „When You Come Home”, eine wohlig schöne Nummer mit Keith-Jarrett-Touch, passend zum Nach-Hause-Kommen nach Kassel. Der 37-Jährige sagte, er sei vor zwei Monaten wieder hierher gezogen.

Bernhard Schüler.

Gefeiert wurde auch Stephan Emig für seine brodelnde Kreativität und virtuosen Soli. Das Trio bekam begeisterte Ovationen und verabschiedete sich mit zwei Zugaben. Zuletzt schlug Schüler gefühlvolle Balladentöne wie der legendäre Bill Evans an.

Georg Pepl

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