Komplexe Handlung - Stefanie Dietzel über den Ludwigshafener "Tatort"

Regisseur Thomas Freundner und Autor Hans-Gerd Müller-Welters hatten sich für "Tod einer Lehrerin" viel vorgenommen: ein komplizierter "Tatort" mit einer verwesten Leiche und vielen Verdächtigen, die allesamt ein offensichtliches Motiv hatten.

Trotz des verzwickten Falles verlor der Zuschauer bei der Handlung nicht den Überblick, wenngleich der Ausgang überraschend war.

Zusätzlich wurden mehrere aktuelle Themen wie Hartz IV und Brennpunktschulen aufgegriffen. Vor allem ging es um Einwanderinnen aus Somalia, die sich keine Krankenversicherung leisten können. Das Geheimnis um die Beschneidung ihrer Töchter wurde erst spät gelüftet, doch dann erwies es sich als Schlüssel zur Aufklärung des Mordes. Die Frauen waren nicht länger die Unschuldigen.

Statt des erwarteten Showdowns machte der Film einen Sprung. Der Kampf der auf angenehme Weise kooperierenden Kommissare Lena Odenthal und Mario Kopper (Ulrike Folkerts, Andreas Hoppe) gegen die Zeit wurde dem Zuschauer vorenthalten, was zwar enttäuschte, dem sehenswerten Film aber nichts von seiner hohen Qualität nahm.

sdl@hna.de

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