Die Montessori-Theaterschule Déjà Vu begeisterte mit dem Musical „Holly“ in Lohfelden - 113 Mitwirkende

Konflikte werden getanzter Mut

Geschafft: Holly (Chiara Brück, Mitte) hat sich ihren Traum erfüllt und präsentiert mit einer Gruppe ihre eigene Choreografie. Foto: Polk

Lohfelden. Hip-Hop, Breakdance und Ballett: Die Eltern unter den Besuchern im voll besetzten Bürgersaal in Lohfelden dürften gestaunt haben, was ihre Sprösslinge können. Ebenso über die Ausdauer der Protagonisten: Über zweieinhalb Stunden - mit einer kurzen Pause - präsentierte die Gruppe Kreuz und Quer der Montessori-Theaterschule das Tanzmusical „Holly“. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 22 Jahren spielten, sangen und tanzten mit Begeisterung.

Die Handlung des Musicals ist an den amerikanischen Tanzfilm „Honey“ (2003) angelehnt und folgt einem bekannten Muster. Im Mittelpunkt steht Holly, eine Jugendliche, die nach einem Gesetzeskonflikt Sozialstunden ableisten muss - ausgerechnet in einem Tanzstudio. Dort muss sie putzen. Dabei ist ihr sehnlichster Wunsch, selbst Karriere als Tänzerin und Choreografin zu machen.

Um Wünsche, Träume, Enttäuschungen und den Mut, neu anzufangen, geht es in dem Musical. Unter Leitung der Theaterpädagogin Petra Sturm-Thomas ist in Kooperation mit der Sport- und Ballettschule Harleshausen, der Söhre-Schule in Lohfelden und der Fasanenhofschule Kassel eine Collage von Tanz- und Musikszenen entstanden, in denen die Jugendlichen Sequenzen ihrer eigenen Realität darstellten. Die Euphorie über neue Freundschaften, die Verbitterung über scheinbar unlösbare Konflikte im Elternhaus oder der Wechsel aus Hoffnung und Zweifel auf der Suche nach dem eigenen, richtigen Weg: All das vermittelten die Tänzer und Musiker in frischen, kraftvollen und gleichermaßen sensiblen Darstellungen.

Unaufgeregt und selbstbewusst wirkten die Jugendlichen in den Choreografien mit zeitweise knapp dreißig Darstellern in einer Szene. Insgesamt waren 113 Jugendliche an dem Projekt beteiligt.

Einige solistische Einlagen belohnten die Zuschauer mit begeistertem Zwischenapplaus, etwa von Chris Brandt, der mit einem herausragenden Gesangssolo beeindruckte.

Auch Chiara Brück als Holly und Ilka Plachnat als Tanzstudioleiterin überzeugten durch ihre souveräne und konstante Spielleistung. Kräftiger Applaus für einen berauschenden Abend.

Von Ilona Polk

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