Pro und Kontra zu Samuel Kochs Rolle beim "Traumschiff"

Nach seinem schrecklichen Unfall bei "Wetten, dass ..?" arbeitet Samuel Koch weiter an seiner Karriere als Schauspieler. Nun ist ihm eine Rolle vom ZDF für die Reihe "Traumschiff" angeboten worden. Dient es seiner Genesung, oder wird sein tragisches Schicksal nur vermarktet? Ein Pro und Kontra.

Pro von Mark-Christian von Busse:

Mark-Christian von Busse

Von Christoph Maria Herbst („Stromberg“) stammen die bösen Worte vom „schippernden Knast“, „Mumienschlepper“ und „Albtraumschiff“. Ob es gerade das ZDF-„Traumschiff“ sein muss, auf dem sich Samuel Koch schauspielerisch erproben darf, sei dahingestellt. Doch falls sich der 23-Jährige auf eine Fernreise auf der „MS Deutschland“ freut - was spricht dagegen?

Sofern sich das ZDF in der Verantwortung sieht, seinem „Wetten, dass..?“-Kandidaten eine Perspektive über die Reha hinaus aufzuzeigen, ist das nobel. Koch hat bittere Monate hinter sich, vermutlich kann sich kein Außenstehender einen Begriff davon machen. Wenn es für ihn ein Lichtblick ist, auf einem Kreuzfahrtschiff ein paar Tage Luxus zu genießen, wenn es seiner Rekonvaleszenz dient, eine kleine Rolle zu übernehmen, ist ihm das zu gönnen. Allein das darf der Maßstab sein.

Kontra von Claudia Hempel:

Claudia Hempel

Das „Traumschiff“ schippert auf einem Meer aus Rührseligkeit. Es sieht harmlos aus, und an Bord wird andauernd gelächelt, während an der Quotenfront der Krieg tobt. Im Gefecht um die Zuschauerzahlen schrecken die Macher der Edelkitschserie aber anscheinend vor nichts zurück. Nicht mal davor, mit einem echten tragischen Schicksal aufzufahren, indem sie sich Samuel Koch an Bord holen.

Schicksal hin, Traumschiff her. Es ist zweifelhaft, ob das ZDF Koch einen Gefallen tut, wenn es ihn auf der MS Deutschland in See stechen lässt. Wer auf dem Schiff gesehen wird, ist ganz oben und ganz unten zugleich. Der kann sich zwar über Traumquoten freuen, muss seinen Kopf aber für ein Drehbuch voller Kalenderweisheiten hinhalten. Aber jeder weiß, was ihn da erwartet und niemand wird gezwungen, sich das anzutun.

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