Konzert-Tipp: Die Stunde der Heiterkeit

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Heiterkeit sieht anders aus: Die Hamburgerinnen Rabea Erradi (von links), Stella Sommer und Stefanie Hochmuth nennen sich Die Heiterkeit und haben nicht nur beim exklusiven Picknick im Grünen Charme

Kassel. Pop ist mehr als nur Musik, wie die Hamburger Band Die Heiterkeit beweist. Nachzuhören und nachzuvollziehen ist das am Freitag, 25. Januar, im Kulturzentrum Schlachthof, wenn die drei Frauen ihr Kassel-Debüt geben.

Rabea Erradi, Stefanie Hochmuth und Stella Sommer hatten Anfang vergangenen Jahres noch nicht einmal ein Album veröffentlicht, da sprachen schon alle über sie. Zumindest die Journalisten, die zu wissen glauben, wer die nächste coole Band wird, die groß rauskommt.

Die Heiterkeit wurden mit den frühen Tocotronic verglichen, mit den US-Indie-Helden von Pavement und sogar mit den legendären Velvet Underground. Das liegt nur zum einen an ihrem verschrammeltem Indiepop. Das Debüt-Album „Herz aus Gold“ besteht aus einfachen Gitarre-Bass-Schlagzeug-Nummern.

Die jungen Frauen bewiesen auch Mut zur Inszenierung. Sommer und Hochmuth lernten sich in ihrer Stammkneipe kennen und beschlossen, eine Band zu gründen. Aber bevor sie die ersten Songs mit Bassistin Erradi schrieben, fertigten sie ein Bandlogo an, einen Smiley mit geradem Mund, und ein Bandfoto, das die Damen mit Sekt im Grünen zeigt. 

Tata tata tata tata

Die Musik stimmt übrigens auch. Die Lieder handeln oft von Trennungen, und Sommer singt mit ihrer verrauchten Stimme Zeilen, die man nicht vergisst: „Für den nächstbesten Dandy wirst du mich verlassen / für den nächstbesten Dandy muss man das wohl machen.“ Genau so muss man es machen. Oder wie bei "Die Liebe eines Volkes", wo die schönste Textzeile (und einer der Höhepunkte ihres Albums) ganz einfach so klingt: "Tata tata tata tata, tata tata tata tata." 
Wer das verpasst, ist selber schuld. (mal/wd)


Konzert am Freitag, 25. Januar, 21 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstraße 10 - 12. Eintritt: 10/8 Euro


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