Konzert-Tipp: Neue irische Musik

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Kila aus Dublin. "Sie sind einfach brillant", sagt Bono von U2 über seine irischen Musikerkollegen.

In Irland und England sind Kila, die am Freitag, 13. September, in einer Veranstaltung des Irish Pubs im Ballsaal des Hotels Reiss auftreten, eine feste Größe. 

So bekannt und als Musiker auch geachtet, dass zum Beispiel U2 vereinzelt Mitglieder der Band zur Unterstützung bei Studioaufnahmen einladen, wofür sich Bono und The Edge dann wieder revanchieren, indem sie gelegentlich mit Kila auftreten – man schaue sich nur die Videos auf YouTube (The Ballad of Ronnie Drew) an.

Die siebenköpfige Band aus Dublin wurde vor 26 Jahren gegründet, da waren ihre Mitglieder noch Minderjährig. „Wir haben damals die Sex Pistols ebenso gehört wie die Chieftains“, erinnert sich Flöten- uns Saxofonspieler Colm O Snodaigh an die Gründungsphase. Mit „wir“ meint er seine Brüder Ronan (Gesang, Bodhran) und Rossa O Snodaigh (Mandoline, Tin Whistle), die für den typischen Kila-Sound noch einen Geiger, einen Bassisten, einen Gitarristen und einen Uilleann Pipes-Spieler hinzu holten.

Der Kila-Sound erinnert ein wenig an das Afro Celts Soundsystem , eine Mischung aus traditioneller irischer Tanzmusik mit Rhythmen und Ideen aus der Weltmusik, vornehmlich aus Afrika. Das kam anfänglich nur bei den Kritikern und in anderen Ländern gut an. In Irland schätzte man eher das traditionelle Musikgut, nannte die Musik von Kila „keltischen Trash“ oder „irischen Rave-Sound“.

Kila selbst sehen sich auch nicht als eine traditionelle irische Band. Colm O Snodaigh: „Wir spielenneue irische Musik ohne die keltischen Wurzeln zu verleugnen.“

Das Live-Erlebnis

Der Erfolg im Heimatland kam erst über die Konzerte. Wo immer sie ein zweites und drittes Mal auftraten brachte jeder Besucher des vorigen Konzertes zwei, drei Freunde mit, Die Anhängerschaft wuchs. Malachy O’Neill, Fachmann für irische und Weltmusik bei der BBC sagte einmal: „Mit der Hand auf meinem Herzen schwöre ich, dass Kila live eine der euphorischsten Konzerterfahrungen ist, die einem Musikliebhaber widerfahren können.“

Diese Erfahrung machte auch schon der Dalai Lama bei seinem Besuch in Dublin. Am 13. September kann man Kila nun zum ersten Mal in Nordhessen erleben.(von Wilhelm Ditzel)

Für das Konzert am Freitag, 13. September, 20 Uhr, im Ballsaal des Hotel Reiss (Werner-Hilpert-Straße 24) gibt es Karten für 20 Euro im Vorverkauf beim HNA Kartenservice in der Kurfürsten-Galerie, Tel. 0561 - 203 204.

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