Studierende gaben Konzert im Institut für Musik

Kosmisch beflügelt

Hans Schüttler

Kassel. „Open House“ hieß es in der Mönchebergstraße 1. Das neue Domizil des Instituts für Musik war eben eröffnet worden, und deshalb präsentierten die Studierenden tönende Spezialitäten quer durch alle Genres. Songwriter-Pop, Weltmusik und Jazz gab es - aber auch eine geballte Ladung an „kosmischer Musik“.

Unter diesem Motto stellten zwei Projektgruppen die Streiche vor, die sie mit Hans Schüttler ausgeheckt hatten. Schüttler ist seit dem Wintersemester Leiter der Projektarbeit am Musikinstitut - und ein kreativer Kopf, der in Presseberichten unter anderem als „moderner Musik-Clown“ tituliert wird. Er sei jemand, der „Querverbindungen zeigt und freilegt, die im oft schablonierten Kulturbetrieb sonst niemandem auffallen würden“. Solcher Geist beflügelte die Studenten und wurde für die 50 Zuschauer zum charmanten Avantgarde-Vergnügen.

Ein szenisches Stück nach einer Idee der durch ihren Jazz bekannten Lisa Sommerfeld kreiste etwa um Kommunikationsprobleme zwischen Planeten und überraschte mit Swing für Bleistifte und Edding-Stifte. Schüttlers „Jupiter Offline“ erfüllte das Foyer mit Mozarts Jupitersinfonie, aparten Klangflächen und Handy-Klingeltönen.

Bevor Sternkarten in Klänge gebracht wurden, ging es in Raum 1012 darwinistisch zu. In der Komposition „Tierkreiszeichen Löwe“ für Klavier zu vier Händen, Geige und Trompete unterzog man eine Melodie des Trompeters Marco Jeuck diverser konstruktiver Verfahren, um zu erzählen, wie der stolze Löwe eine Antilope nachstellt. So schaurig schön kann die Natur sein.

Von Georg Pepl

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