Beschwingtes Silvesterkonzert in Harleshausen

Vom Krapfenwaldl bis nach Paris

Matthias Enkemeier Foto: Schoelzchen

Kassel. Schon vom Krapfenwaldl gehört? So heißt im Wiener Nobelbezirk Döbling ein Waldgebiet, das der Walzerkönig Johann Strauß in seiner gleichnamigen Polka française porträtiert hat. An schöne Orte führte das Programm des 20. Silvesterkonzerts in der voll besetzten Erlöserkirche Harleshausen.

Beim Jubiläum war das vergrößerte Orchester der Silvestermusiktage an der Kirchenseite platziert, doch sonst war alles wie gewohnt: Die Musiker überzeugten durch Spielfreude und Elan. Beginnend mit der Ouvertüre zu Mozarts „Entführung aus dem Serail“, die sie unter der engagierten Leitung Matthias Enkemeiers kontrastreich zum Klingen brachten.

Von Johann Strauß servierte das Orchester charmant die besagte Krapfenwaldl-Hommage, bei der sich Kuckuck und zwitschernde Waldbewohner meldeten, den Pester Csardas und das flotte Schmankerl „Ohne Sorgen“.

Es ging weiter in die Seine-Metropole, wo das Leben pulsiert und die Autos hupen. In diesen Farben schillerte George Gershwins „An American in Paris“, bevor der Danzón Nr. 2 von Arturo Márquez nach Mexiko führte. Mit der (auch als Zugabe gespielten) Ouvertüre zu „Strike Up the Band“ wandte man sich wieder Gershwin zu - die Klarinette demonstrierte erneut solistische Stärke.

„Ein Silvestervergnügen“ nannte Pfarrerin Sabine Decker die traditionellen Konzerte und hob die Leistung des Dirigenten Matthias Enkemeier und der 1. Geigerin Susanne Enkemeier hervor. Anders als bei den vorangegangen Konzerten zum Jahresausklang kommt der Erlös diesmal keinem karitativen Zweck zugute, sondern wird für die Anschaffung eines Flügels verwendet.

Von Georg Pepl

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