Diego Jascalevich und seine „Misa Nueva“

Kreative Weltmusik

Kassel. Er zauberte liebliche Arabesken auf dem bolivianischen Zupfinstrument Charango hervor, spielte Gitarre, sang mit reizvoller Falsettstimme, dirigierte und hat die Komposition beigesteuert: Vielseitig präsent war der in Kassel lebende Argentinier Diego Jascalevich in der gut gefüllten Adventskirche, wo es am Freitag die Kasseler Erstaufführung seiner „Misa Nueva“ gab.

Die vor einigen Monaten im Soester Dom uraufgeführte Messe ist das Stück eines Weltmusikers. So verwendet Jascalevich darin die Sprachen Latein, Spanisch, Deutsch und Koreanisch sowie vielfältige Stilmittel von Tänzen wie Samba und Chacarera bis hin zu atmosphärischen Klangflächen.

Wärme erfüllte das fantasievolle Opus. Ein Punkt kann dennoch angemerkt werden: Das zum Großteil aus Laien bestehende Kammerorchester Mundo Armonico spielte bei der Messe und eingangs bei der farbenreichen Suite „Danzas del Amazonas“ wacker, aber nicht so ganz perfekt. Die Kompositionen würden professionelle Instrumentalisten verdienen - oder müssten für Amateure einfacher sein.

Einen guten Eindruck hinterließen die expressive Sopranistin Caterina Cartes sowie die weiteren Solisten Ji-hyun Lim (Alt), Jang-young Kim (Tenor) und Kyoung-tae Kim (Bariton). Ein aparter Raumklang war die „Tocata para comunion“ mit Organist Cristian Garcia und Jascalevich am Charango. Warmer Beifall, zwei Zugaben.

Von Georg Pepl

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