Krimi trotzt dem Fußball: „Tatort"-Autor übt Kritik

Es ist der zweitschlechteste Zuschauerwert für einen „Tatort" in diesem Jahr, dennoch schalteten 7,2 Millionen Menschen am Sonntag die NDR-Folge "Verbrannt" ein.

Der Grund: Parallel zeigte RTL das EM-Qualifikationsspiel der deutschen Fußballer gegen Georgien.

Drehbuchautor Stefan Kolditz (59) kritisierte die ARD in der „Bild“-Zeitung für die Ansetzung: „Diesen Fall gegen ein deutsches Fußball-Länderspiel zu senden, halte ich für fast vorsätzlich.“ Ein ARD-Sprecher erklärte: „Die Fernsehfilmkoordination hat entschieden, dass außerhalb der Sommerpause am Sonntag keine ,Tatort’-Wiederholungen gesendet werden.“

Der „Tatort“ mit Wotan Wilke Möhring als Kommissar Falke und seiner scheidenden Kollegin Katharina Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) war nah an der Realität angelehnt: Der Asylbewerber Oury Jalloh verbrannte 2005 in einer Dessauer Polizeizelle.

Bei den meisten Zuschauern kam der „Tatort“ gut an. Demnächst können sie sich auf Franziska Weisz (35) freuen, die Nachfolgerin von Schmidt-Schaller.

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