Die Virtuosi Brunensis im Neujahrskonzert

Kristallklar, makellos

Kassel. Nicht nur optisch war die komplett in Rot gekleidete Violinistin Laura Zarina die auffälligste Musikerin beim Neujahrskonzert des tschechischen Orchesters Virtuosi Brunensis und ihres Dirigenten Siegfried Heinrich. Ihre Interpretation des g-Moll-Violinkonzerts von Max Bruch wurde zu Recht mit Bravo-Rufen gefeiert. So kam die Geigerin mit den lettischen Wurzeln nicht umhin, das Adagio aus Bachs G-moll-Sonate als musikalisches Dessert nachzureichen.

Ein kristallklarer und zugleich voller Geigenton sowie eine makellose Technik machten ihren Auftritt zum Höhepunkt des Abends, der durch Händels Orgelkonzert D-Moll eingeleitet worden war. Dabei bot der Alsfelder Bezirkskantor und Organist Jens Amend einen soliden Solopart. Mit einem schlanken und transparenten Klang bewies das Orchester sowohl hier als auch bei der Bach-Arie „Erleucht’ auch ...“ aus dem Weihnachtsoratorium seine Stilsicherheit bei Werken der Barockzeit. Mit kleineren Abstrichen in den höheren Lagen überzeugte Bariton Jörg Hempel (Dresden) mit Arien von Mozart und Bach, darunter die populäre des Vogelfängers.

Der rasante Tanz der Komödianten aus Smetanas „Die verkaufte Braut“ und der Strauß-Walzer Künstlerleben Op. 316 vervollständigten ein ausgewogenes, abwechslungsreiches Programm. Das Publikum im zur Hälfte gefüllten Saal im Anthroposophischen Zentrum bedankte sich mit kräftigem Beifall.

Von Sebastian Krämer

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