Kritik zum Tatort aus Kiel: Sympathisches Monster

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Szene aus dem Kieler Tatort "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes"

Der erste Kieler "Tatort" mit Lars Eidinger als Serienkiller sorgte 2012 für große Aufregung. Auch in der Fortsetzung "Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes" stimmte einfach alles, findet unser Kritiker Matthias Lohr.

Dieser Kieler „Tatort“ schaffte das Unmögliche: Er ließ einem großartigen ersten Teil einen noch großartigeren zweiten Teil folgen. Vor drei Jahren schockte Lars Eidinger als Serienkiller Kai Korthals die „Tatort“-Gemeinde, als er am Ende entkam. In „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ war er nun wieder da – und zwar doppelt: Autor Sascha Arango schenkte dem Monster ein Baby sowie einen teuflischen Plan, der Kommissar Klaus Borowski (Axel Milberg) dazu brachte, die dunklen Seiten seiner Seele zu ergründen.

In dem kammerspielartigen Thriller von Claudia Garde stimmte alles: das Winterlicht, das bedrohlich schien, der Ton, der nicht effekthascherisch war, aber trotzdem alles noch spannender machte, sowie die großartigen Schauspieler – allen voran Eidinger, der es schaffte, dass man seinen Psychopathen manchmal sogar sympathisch fand, sowie Maren Eggert, die nach fünf Jahren Pause als Psychologin Frieda Jung zurückkehrte. „Seine Augen sind so schön und böse. Solche Augen vergisst man nicht“, sagte Polizistin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) über das Monster. Wie es mit dem weiter geht, blieb auch diesmal offen. Dass ein möglicher dritter Teil noch großartiger wird, ist aber wirklich unmöglich.

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