Duo Lürsen/Stedefreund

Kritik zum Bremer „Tatort“: Sie zappeln weiter 

Vielleicht fehlt Stedefreund nur ein Vorname zum Glücklichsein. Der Bremer „Tatort“-Kommissar (Oliver Mommsen) heißt eigentlich Nils, aber jeder nennt ihn lediglich Stedefreund. In „Puppenspieler“ geriet er in die Midlife-Crisis.

Ein Freund, so alt wie er, war gestorben. Stedefreund hatte das Gefühl, nur so durchs Leben zu zappeln und wollte neu anfangen. Seine Kollegin Inga Lürsen (Sabine Postel) konnte das nicht verstehen: „Wir zappeln durchs Leben, aber wir leben, solange wir zappeln.“

Es war ein großer Fisch, den die beiden in diesem außergewöhnlich guten „Tatort“ an ihrer Angel zappeln ließen. Hätte Drehbuchautor Christian Jeltsch noch einen zweiten Vornamen, würde der „Verschwörungsexperte“ lauten. Er schrieb für den Bremer „Tatort“ bereits Geschichten über Handy-Strahlen und Bootsflüchtlinge.

Diesmal ging es um Korruption, Ökologie und Ökonomie sowie um eine Elite-Einheit des Staates, die unliebsame Menschen ermordet. Regisseur Florian Baxmeyer inszenierte die unglaubliche Geschichte spannend und rasant mit gesplitteten Bildschirmen wie in der US-Serie „24“.

Und Antoine Monot jr. spielte Lürsens neuen Assistenten so gut wie Fabian Hinrichs neulich diesen Gisbert im Münchner „Tatort“. Sein Leo Uljanoff bleibt dem „Tatort“ ebenso erhalten wie Stedefreund. Leo und Nils sollte man sich merken.

Von Matthias Lohr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.